Die Erste Group begleitet erfolgreiche Anleihetransaktion der Tschechischen Republik über EUR 2 Mrd

22.02.2012

  • Das Team des tschechischen Finanzministeriums war in der Vorwoche (ab 13. Februar) auf einer 5-tägigen europaweiten Roadshow und konnte dabei die starken Fundamentaldaten und Reformanstrengungen des Landes erfolgreich den Investoren kommunizieren
  • Die Nachfrage von über 190 Accounts mit einer finalen Orderbuchgröße von über EUR 3,5 Mrd. war von hoher Qualität, sehr granular und auf ganz Europa verteilt

Die Erste Group Bank AG (nachfolgend “Erste Group”) hat durch ihr Tochterunternehmen Ceská sporiteľňa die Begebung einer 10-jährigen tschechischen Staatsanleihe mit einem Volumen von EUR 2 Mrd. als Joint Lead Manager und Joint Bookrunner erfolgreich begleitet. Die Emission wird am 24. Mai 2022 fällig und zahlt einen Kupon von 3.875%. Der Re-Offer-Preis beträgt 99.169%, was einer Rendite von  3.997% entspricht. Die gesunden wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes führten zu einem starken Interesse von Investoren in Europa[1] und ermöglichten es, den Spread bei Swapmitte +160 Basispunkten am unteren Ende der anfänglichen Spread Guidance festzusetzen.

Der Eurobond wurde aus dem EUR 10 Milliarden EMTN Programm der Tschechischen Republik, das am 10. Februar 2012 aktualisiert wurde, begeben.

 

“Die Staatsanleihen der CEE-Staaten und insbesondere die tschechischen Anleihen geben den Investoren eine angemessene Gegenleistung zu einem Zeitpunkt, an dem Staatsanleihen der Kernländer der Euroregion extrem teuer geworden sind und sehr geringe Erträge bieten,” erklärt Franz Hochstrasser, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Erste Group. “Anleger sehen in tschechischen Anleihen eine sehr gute und vor allem krisenresistentere Anlagemöglichkeit im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, und genau dies wird den Unterschied machen, sollten die Marktturbulenzen weiterhin bestehen, ”, fügte Hochstrasser hinzu.

Die gesunden wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes als eine der am geringsten verschuldeten Nation in der Europäischen Union haben es der Tschechischen Republik ermöglicht, die Anleihe mit einer sehr niedrigen Neuemissionsprämie von ca. 5-7 Basispunkten über den Renditen von vergleichbaren tschechischen Staatsanleihen zu begeben. Diese Neuemissionsprämie ist eine der niedrigsten, die seit Jahresbeginn auf dem Anleihemarkt registriert wurden, und unterstreicht die Attraktivität der Tschechischen Republik als Emittent, Dank ihrer starken Kreditqualität und ihres Seltenheitswertes.

Laut Erste Group Analysten ist die Ausweitung der durchschnittlichen Fälligkeit von ausstehenden Forderungen einer der wesentlichen Gründe dafür, weswegen die Finanzierungsagenturen in den CEE-Staaten die Ausgabe von Eurobonds stärker forcieren. Die durchschnittliche Fälligkeit von Staatsanleihen in den CEE-Staaten ist mit etwa 4 Jahren, verglichen mit 6-7 Jahren von Kernländern der Eurozone, immer noch relativ kurz. Die längste durchschnittliche Fälligkeit wird in der Tschechischen Republik verzeichnet, in der die Inflationsrate vorhersehbar und die inländischen Anlagemöglichkeiten viel größer sind als in Ländern, die weiterhin ihre Preise liberalisieren (z.B. Rumänien) oder ihre lokalen Kapitalmärkte aufbauen müssen.

“Da wir nicht nur für die Tschechische Republik, sondern auch für Österreich, die Slowakei und Rumänien  Emissionen begleitet haben, sind wir  zu einem der wichtigsten Partner bei europäischen Staatsanleihen in unserer Region avanciert“  erklärt Franz Hochstrasser. Die Erste Group rangiert mit einem Marktanteil von 11.7% und einem Volumen von EUR 4,288 Millionen in 2011[2] an erster Stelle als Bookrunner für Unternehmens- und Staatsanleihen in Österreich und CEE-Staaten (Mittel- und Osteuropa).

[1] Deutschland- 23%,  BeNeLux - 22%,  Frankreich - 14%, Österreich - 13%, CEE - 6%, UK - 5%, Schweiz - 5%, Asien - 4% und Sonstige 6%.
[2] Quelle Bloomberg Finance L.P.; in EUR denominierte Anleihen von Österreich und CEE-Staaten (Mittel- und Osteuropa) exkl. Russland (1.1 – 12.31.2011)