Milestones - Geschichte Erste Group

Vorstand und Aufsichtsrat der Erste Group beschließen das ausstehende Partizipationskapital in Höhe von EUR 1,76 Mrd (EUR 1,205 Mrd von der Republik Österreich und EUR 559 Mio von privaten Investoren) vollständig einzuziehen. 

Erfolgreicher Abschluss der Kapitalerhöhung, die im Wege eines Accelerated Bookbuilding Offering („Institutionelle Vorabplatzierung“) vollständig platziert wurde. Die Gesamtanzahl der Aktien der Erste Group erhöht sich dadurch von 394.568.647 auf 429.800.000 Aktien.

Erste Group Bank AG („Erste Group“) hat den Verkauf von 100% ihrer ukrainischen Tochterbank („Erste Bank Ukraine"), an die Eigentümer von PUJSC FIDOBANK („FIDOBANK“), einer vom ukrainischen Banker Oleksandr Adarich beherrschten Unternehmensgruppe, abgeschlossen. Der Verkauf steht in Einklang mit der Strategie der Erste Group sich auf das Kundengeschäft im östlichen Teil der Europäischen Union zu fokussieren.

Zur Erhöhung der Kernkapitalquote und Verbesserung der Kapitalqualität bietet die Erste Group vom 2 .-16. November 2009 , 60.000.000 junge Aktien zur Zeichnung an.  Die Gesamtanzahl der Aktien der Erste Group erhöht sich dadurch von 317.925.086 auf 377.925.086 Aktien. Die Handelsaufnahme der jungen Aktien erfolgte am 19. November 2009 an den Börsen in Wien, Prag und Bukarest.

Im Rahmen des Angebots vom 14. - 29. April 2009 platziert die Erste Group Bank AG 540 Mio Partizipationskapital bei privaten und institutionellen Investoren. Die Republik Österreich hat im März EUR 1,0 Mrd Partizipationskapital und im Mai weitere Partizipationsscheine im Ausmaß von EUR 224 Mio gezeichnet. Insgesamt beläuft sich das im Zuge des Maßnahmenpakets zur Stärkung der Kernkapitalbasis begebene Partizipationskapital auf ein Volumen von EUR 1,76 Mrd.

Die Trennung von Holding und Erste Bank Oesterreich wurde mit der Eintragung ins Firmenbuch am 09.08.2008 rechtswirksam. Die Holding trägt seitdem den Firmenwortlaut „Erste Group Bank AG“. Seit diesem Zeitpunkt wird die abgespaltene Erste Bank Oesterreich unter dem Firmenwortlaut „Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG“ geführt.

Die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG beteiligt sich mit 9,8 % an der Bank Center-Invest. Die Bank Center-Invest ist eine führende Regionalbank im Bundesdistrikt Südrussland und hat ihren Hauptsitz in Rostov. Sie beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter und verfügt über ein Netzwerk von 110 Filialen in der Region.

Das strategische Investment in die Bank Center-Invest ist eine ideale Möglichkeit, den vielversprechenden russischen Markt besser kennenzulernen und zugleich eine perfekte geographische Ergänzung zu den bereits bestehenden Märkten der Erste Group.

Seit 14. Februar 2008 wird die Erste Bank-Aktie als erster ausländischer Titel an der Bukarester Börse gehandelt. Rumänien ist für die Erste Bank ein sehr wichtiger Markt. Sie fühlt sich daher der Entwicklung der rumänischen Wirtschaft verpflichtet und verstärkt dieses Engagement, indem sie den Aufbau des rumänischen Kapitalmarkts unterstützt.

Auf Grund der guten Zusammenarbeit der Erste Bank mit der Steiermärkischen Sparkasse in Kroatien verkauft die Erste Bank ihren 41%-Anteil an Diners Club Adriatic an die Steiermärkische Sparkasse. Auch unterstützt die Erste Bank künftig die Kärntner Sparkasse beim Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen der Sparkassengruppe am slowenischen Markt. Sie hat deshalb einen 4%igen Anteil an der Banka Sparkasse, der slowenischen Tochter der Kärntner Sparkasse, erworben.

Mit 1. Juli 2007 hat die faktische Erste Bank Holding ihren Betrieb aufgenommen. Bis Mitte 2008 operieren Erste Holding und Erste Bank Oesterreich als zwei Organisationen in einer Rechtseinheit (Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG).

Am 14. Mai 2007 wird die Bank Prestige in Erste Bank umfirmiert. Die Bank ist nunmehr unter dem Namen Open Joint-Stock Company “Erste Bank” registriert.

Mit Unterzeichnung des Kaufvertrages hat die Erste Bank 100 % an der Diners Club Adriatic d.d. Croatia (DCA) erworben. Die DCA ist mit einem Marktanteil von 28,9 % und rund 450.000 ausgegebenen Kreditkarten die zweitgrößte Kreditkartengesellschaft in Kroatien.

Um EUR 79,4 Mio. hat die Erste Bank die restlichen Anteile an der Bank Prestige erworben und damit die aussichtsreiche ukrainische Bank zur Gänze übernommen.

Mit dem Kauf der BCR integriert die Erste Bank-Gruppe nun auch Rumänien in ihr Bankennetz. Angesichts ihrer mittlerweile über 15,6 Millionen Kunden kann die Gruppe damit ihre Position als eines der führenden Finanzinstitute Mittel- und Osteuropas, einem Markt mit knapp 120 Millionen Einwohnern, ausbauen.

Die Erste Bank erwirbt die Mehrheit (50,5 %) an der Bank Prestige und steigt damit am ukrainischen Markt ein, einem der viel versprechendsten Bankenmärkte in Zentral- und Osteuropa. Es ist geplant, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein landesweites Filialnetz zu errichten und mittelfristig einen Marktanteil gemessen an der Bilanzsumme von 4 Prozent vorzuweisen.

Die Erste Bank, bietet vom 11. bis 26. Jänner 2006 im Rahmen einer Kapitalerhöhung 58.953.600 Stück junge Stammaktien zur Zeichnung an. Der Emissionserlös wird zur Finanzierung des BCR-Kaufs, zur Stärkung der Kapitalbasis und zum weiteren Wachstum in Zentral- und Osteuropa verwendet.

Die Erste Bank hat am 20.12.2005 den Zuschlag für den Kauf von rund 61,88 % der Banca Comerciala Romana S.A. (BCR), der größten rumänischen Bank, erhalten. Die Bank stellt mit knapp 2,8 Mio. Kunden und 12.000 Mitarbeitern eine ideale Ergänzung zum bestehenden Netzwerk der Erste Bank in Zentral- und Osteuropa dar.

Am 15.07.2005 hat die Erste Bank den Kaufvertrag über den Erwerb von 83,28 % der Aktien an der Novosadska banka a.d., Novi Sad, von der Republik Serbien unterzeichnet. Mit dem Kauf der Bank tritt die Erste Bank in den serbischen Markt ein, der über ein erhebliches Wachstumspotenzial verfügt.

Insgesamt wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital 1.740.708 junge Aktien ausgegeben. Somit erhöhte sich die Aktienzahl der Erste Bank auf 243.183.500 Aktien sowie das Grundkapital auf EUR 486.367.200,--.

Die Erste Bank hat mit 10.01.2005 die Call Option zum Erwerb von 19,99 % an der Slovenská sporiteľňa von der Europäischen Bank für Entwicklung und Wiederaufbau (EBRD) ausgeübt. Die Slovenská sporiteľňa ist nun hundertprozentige Tochter der Erste Bank.

Mit 1. September 2004 erfolgte die Fusion der Erste Bank Hungary mit der ungarischen Postabank zur Erste Bank Hungary, die damit die zweitgrößte Retailbank in Ungarn ist.

Mit 8. Juli 2004 führte die Erste Bank einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 durch, nachdem sich die Erste Bank-Aktie in den letzten Jahren äußerst erfolgreich entwickelt hatte (Kursanstieg um 180 % auf über EUR 125,--). Durch den Aktiensplit sollte eine leichtere Handelbarkeit der Erste Bank-Aktie erreicht werden.

Nachdem die Erste Bank Ende September den Zuschlag im Privatisierungsverfahren um die ungarische Postabank és Takarékpénztár Rt. erhalten hatte, unterzeichnete sie am 20.10.2003 den Kaufvertrag über die vom ungarischen Staat gehaltenen 99,97 % der Aktien. Mit der Akquisition der Postabank hat die Erste Bank einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zentraleuropastrategie getan.

Die durch die Zusammenführung der beiden Banken hervorgegangene Erste & Steiermärkische Bank d.d. Riječka steigt in Kroatien zu drittgrößten Bankengruppe auf. Die neue Bank hat ihren Firmensitz in Riječka, die Zentrale befindet sich in Zagreb, und betreut rund 600.000 Kunden.

Seit 1. Oktober 2002 wird die Erste Bank-Aktie auch an der Prager Börse gehandelt. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Untermauerung der führenden Position der Erste Bank in Zentraleuropa getan.

Bei der 2. Kapitalerhöhung der Erste Bank wurden weitere 9,21 Mill. Stück Aktien (rund 642 Mill. Euro) an der Wiener Börse platziert. Der Erlös diente in erster Linie zum Erwerb von Česká spořitelna-Aktien von der AVS und der Rekapitalisierung des Erwerbs der Riječka banka.

Am 29. April 2002 erwirbt die Erste Bank 85,02 % der Riječka banka d.d. Die Bank gehört zu den fünf größten Banken in Kroatien und hat den Schwerpunkt ihrer Filialen an der nördlichen Küste Kroatiens sowie in der Region Riječka.

Nachdem die Erste Bank im Dezember 2001 die Mehrheit an der Tiroler Sparkasse übernommen hatte, hielt sie mit Jahreswechsel 51 % an der Sparkasse. Im Sinne einer Strategie der Marktstellenbereinigung wurden 2002 die Erste-Filialen Innsbruck und Seefeld sowie das KommerzCenter Innsbruck in die Tiroler Sparkasse eingebracht. Im Gegenzug dazu hatte sich die Beteiligung der Erste Bank an der TiSpa auf 69,51 % erhöht.

Der bedeutendste Meilenstein in der Kooperation mit den Sparkassen wurde am 26. September 2001 mit der Gründung des Haftungsverbundes zwischen Erste Bank und Sparkassen gesetzt. Nahezu alle heimischen Sparkassen garantieren die Einlagen ihrer Kunden wechselseitig.

Mit Beginn des Jahres 2001 wurde die Erste Bank mit 87,18 % der Mehrheitseigentümer der Slovenská sporitel’ňa in der Slowakischen Republik. Mit dem Erwerb des größten slowakischen Bankeninstitutes wurde die Strategie des erweiterten Heimmarktes Zentraleuropa konsequent weiterverfolgt.

Im Herbst 2000 wurden im Zuge einer Kapitalerhöhung 6 Mill. Stück Aktien (über 280 Mill. Euro) erfolgreich an der Wiener Börse platziert. Der Erlös der Kapitalerhöhung diente u. a. der Expansion nach Zentraleuropa.

Seit Oktober 1997 hatte die Erste Bank gemeinsam mit der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG sukzessive die Mehrheit an den drei kleineren kroatischen Banken Bjelovarska banka, Trgovacka banka und Cakovecka banka erworben. Im September 2000 erfolgte schließlich die Fusion der drei Banken zur Erste&Steiermärkischen Bank d.d., die trotz starker Konkurrenz ihre Position unter den acht größten Banken des Landes verteidigen konnte.

Am 3. Februar 2000 erwarb die Erste Bank 52,07 % Aktienmehrheit an der Česká spořitelna, der größten Privatkundenbank in Tschechien. Die Akquisition stellte einen weiteren wichtigen Schritt in der Strategie der Erste Bank dar, die führende Retailbank in Zentraleuropa zu werden.

Von 13. – 28. November 1997 lief der Börsegang der Erste Bank. In der zu diesem Zeitpunkt größten Emission Österreichs wurden 11,5 Mill. Stück Aktien mit einem Gegenwert von über 500 Mill. Euro platziert.

Mit der Übernahme der ungarischen Mezöbank, die über das fünftgrößte Filialnetz in Ungarn verfügt, sicherte sich die Erste Bank eine gute Startposition im erweiterten Heimmarkt Zentraleuropa.
Im November 1998 wurde die Mezöbank in die Erste Bank Hungary Rt. umfirmiert.

Am 19. März 1997 erwarben Die Erste und die AVS einen Mehrheitsanteil an der GiroCredit Bank Aktiengesellschaft der Sparkassen (GiroCredit) mit dem Kauf von 56,1 % der Stammaktien der GiroCredit (51,1 % des gesamten Grundkapitals), die vorher von der Anteilsverwaltungssparkasse-Zentralsparkasse gehalten wurde. Zusammen mit den 26 % des Stammaktienkapitals (24,7 % des gesamten Grundkapitals), die bereits von der Erste-Gruppe (DIE ERSTE, Salzburger Sparkasse und Sparkasse Mistelbach) gehalten wurden, erlangten die AVS und die Erste-Gruppe die Kontrolle über 82,1 % der Stammaktien (75 % des Grundkapitals) der GiroCredit.

Auf Basis des Verschmelzungsvertrages vom 27.06.1997 wurde Die Erste mit der Giro Credit verschmolzen; der Vertrag sah unter anderem einen Umtauschkurs für Stammaktien der GiroCredit in Stammaktien der neuen Erste Bank im Verhältnis 2,4:1 vor.
Die Verschmelzung erfolgte durch Aufnahme der GiroCredit in die Erste; im Wege der Gesamtrechtsnachfolge gingen sämtliche Rechte und Pflichten der GiroCredit auf die Erste über.
Die Verschmelzung wurde von den Hauptversammlungen der Ersten und der GiroCredit am 21.08.1997 genehmigt und mit der Eintragung ins Firmenbuch am 04.10.1997 rechtswirksam. Gleichzeitig wurde der Name der Bank von "DIE ERSTE österreichische Spar-Casse - Bank AG" in "Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG" geändert.

Infos zur GiroCredit:
Die GiroCredit wurde 1937 als "Girovereinigung der österreichischen Sparkassen" von den Sparkassen gegründet, um als Zentralinstitut der Sparkassengruppe in Österreich sowie als Clearingbank für Zahlungen zwischen den Sparkassen zu dienen. 1992 fusionierte das mittlerweile in "Girozentrale der österreichischen Sparkassen Aktiengesellschaft" umbenannte Institut mit dem ÖCI (Österreichisches Credit-Institut) zur "GiroCredit Bank Aktiengesellschaft der Sparkassen".

Als Nachfolgerin der GiroCredit erbringt die Erste Bank eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen für die Sparkassengruppe. Diese Beziehung sollte sowohl für die Erste Bank als auch für die Sparkassengruppe, insbesondere durch eine gemeinsame Vertriebsschiene für Produkte, gemeinsames Marketing und andere Vereinbarungen, Vorteile bringen.

Im Jahr 1993 wurde der Geschäftsbetrieb der Die Erste gemäß der Kreditwesengesetznovelle 1986 auf eine Aktiengesellschaft übertragen. Das wurde dadurch erreicht, dass "DIE ERSTE österreichische Spar-Casse – Bank" ihr gesamtes Bankgeschäft auf "DIE ERSTE österreichische Spar-Casse - Bank Aktiengesellschaft", eine neu gegründete Tochtergesellschaft, übertrug, welche die operative Bank wurde.
"DIE ERSTE österreichische Spar-Casse" blieb als die Holdinggesellschaft für die Aktien an der neu gegründeten Tochtergesellschaft bestehen und änderte gleichzeitig mit der Übertragung des Bankgeschäfts ihren Namen auf "DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Anteilsverwaltungssparkasse (AVS)".

Gemäß Kreditwesengesetz 1979 begab Die Erste bis 1991 500 Millionen Schillinge Partizipationskapital.
Nach 1993 konnte Die Erste Vorzugsaktien begeben. Im November 1993 wurden die Vorzugsaktien an der Wiener Börse notiert, EA-Generali und BARC, die bereits Partizipationsscheine hielten, tauschten diese in Vorzugsaktien um. Zusätzlich bot die Erste 1993 der Öffentlichkeit Vorzugsaktien an. 1994 bis 1996 wurden Partizipationsscheine in Vorzugsaktien umgetauscht, mit dem Ergebnis, dass fast alle Partizipationsscheine, die von der Die Erste begeben wurden, getauscht sind.

Die Zeit des "Anschlusses" brachte auch für Die Erste eine ernste Bewährungsprobe. Immerhin gelang es damals, trotz größter Repressionen das Wort "österreichisch" im Firmenwortlaut zu behalten, Ausdruck für die Haltung des Hauses, auf die wir heute mit Achtung zurückblicken.

Der schwungvolle Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg brachte eine Entwicklung mit sich, die auch der Die Erste neue Geschäftsbereiche erschloss: die Ausweitung des privaten Zahlungsverkehrs, die geförderten Sparformen, die Finanzierung von Investitionen, die Förderung neuer Produkte, in der Hilfestellung im Export und der Kreditvergabe für den privaten Haushalt. Die Entwicklung der Geldinstitute zum Universalproblemlöser für alle Kundengruppen schritt rasch voran. Deutlicher Ausdruck dieser neuen Philosophie war das völlig neue Erscheinungsbild der "Corporate Identity" der Die Erste im Jahre 1977. Auch optisch wurde damit der Durchbruch zur modernen Bank nach außen wie nach innen dokumentiert.

Die 1979 erfolgte Einführung des Kreditwesengesetzes, die Filialfreigabe 1977 sowie die Kündigung des Habenzinsabkommens 1980 führten zu einer grundlegend neuen Situation in der österreichischen Kreditwirtschaft. In einer Atmosphäre der Deregulierung (dh. der Liberalisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen) sowie der Internationalisierung und rasch fortschreitenden Technisierung des Bankgeschäftes kam es zu einem Wettlauf aller Kreditunternehmungen um bisher vornehmlich von anderen Instituten betreute Kundengruppen.

In den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach dem Ende der Napoleonischen Kriege regte Kaiser Franz I. die Gründung einer Sparkasse nach deutschem und englischem Vorbild an. Johann Baptist Weber, Pfarrer in der Leopoldstadt, griff diesen Gedanken auf. Er gründete 1819 den "Verein der Ersten österreichischen Spar-Casse" und am 4. Oktober 1819 öffnete die erste Die Erste ihre Schalter.

Ihre Aufgaben wurden in den Statuten des Gründungsjahres so beschrieben: "[Sie hat] den Zweck [...] dem Fabrikarbeiter, dem Landmanne, oder sonst einer gewerbefleißigen und sparsamen minderjährigen oder großjährigen Person, die Mittel an die Hand zu geben, von ihrem mühsamen Erwerbe von Zeit zu Zeit ein kleines Capital zurückzulegen, um solches in späteren Tagen zur Begründung einer besseren Versorgung, zur Aussteuer, zur Aushülfe in Krankheit, im Alter oder zur Erreichung irgendeines löblichen Zwecks zu verwenden". Dieses Leitmotiv der Sparkasse - die Förderung der Spargesinnung und der Vorsorge - blieb durch Generationen hindurch bis zum heutigen Tag in seinem Kern unverändert.

Schon bald nach der Gründung entwickelte sich Die Erste rasch und erreichte zusammen mit der ihr angeschlossenen "Allgemeinen Versorgungsanstalt" eine Ausbreitung über die gesamte Donaumonarchie. Die 1824 gegründete Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde - Cariplo, heute die weltgrößte Sparkasse, geht statutenmäßig auf Die Erste zurück.

[Anmerkung 2008: Der Gründungsverein, nunmehr „Verein-DIE ERSTE österreichische Spar-Casse AG“, besteht bis heute weiter. Er hat die Aufgabe, die DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung zu unterstützen.]