In den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach dem Ende der Napoleonischen Kriege regte Kaiser Franz I. die Gründung einer Sparkasse nach deutschem und englischem Vorbild an. Johann Baptist Weber, Pfarrer in der Leopoldstadt, griff diesen Gedanken auf. Er gründete 1819 den "Verein der Ersten österreichischen Spar-Casse" und am 4. Oktober 1819 öffnete die erste Die Erste ihre Schalter.
Ihre Aufgaben wurden in den Statuten des Gründungsjahres so beschrieben: "[Sie hat] den Zweck [...] dem Fabrikarbeiter, dem Landmanne, oder sonst einer gewerbefleißigen und sparsamen minderjährigen oder großjährigen Person, die Mittel an die Hand zu geben, von ihrem mühsamen Erwerbe von Zeit zu Zeit ein kleines Capital zurückzulegen, um solches in späteren Tagen zur Begründung einer besseren Versorgung, zur Aussteuer, zur Aushülfe in Krankheit, im Alter oder zur Erreichung irgendeines löblichen Zwecks zu verwenden". Dieses Leitmotiv der Sparkasse - die Förderung der Spargesinnung und der Vorsorge - blieb durch Generationen hindurch bis zum heutigen Tag in seinem Kern unverändert.
Schon bald nach der Gründung entwickelte sich Die Erste rasch und erreichte zusammen mit der ihr angeschlossenen "Allgemeinen Versorgungsanstalt" eine Ausbreitung über die gesamte Donaumonarchie. Die 1824 gegründete Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde - Cariplo, heute die weltgrößte Sparkasse, geht statutenmäßig auf Die Erste zurück.
[Anmerkung 2008: Der Gründungsverein, nunmehr „Verein-DIE ERSTE österreichische Spar-Casse AG“, besteht bis heute weiter. Er hat die Aufgabe, die DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung zu unterstützen.]