Meine Kinder verzaubern
mich: Mit Mut zu neuen Ufern

Die #glaubandich Geschichte von Christine Brunner

Christine Brunner hat den Mut gefasst, beruflich neue Wege zu gehen – und das als alleinerziehende Mutter. Ihre Kinder und das Rudern geben ihr dabei Kraft und Selbstvertrauen. 

Christine ist seit knapp 20 Jahren bei der Erste Group und unterstützt nun das Team Business Transformation Management der s Bausparkasse. Die Kinder der lebenslustigen Osttirolerin sind Alexander, 12 Jahre und Rosa, 9 Jahre alt. Christine ist Diplom-Ingenieurin in Technischer Mathematik und Absolventin des Masterlehrgangs Public Governance und Sustainable Development. 

© Marlena König

Was war dein wichtigster #glaubandich-Moment, seit du Mutter bist?

Nach meiner Karenz mit dem zweiten Kind wurde mir klar, dass ich eine neue berufliche Herausforderung innerhalb der Erste Group wollte. Ich fand eine spannende Position in der EBOe – allerdings als Vollzeitstelle und in einem völlig neuen Themenfeld. Methodisch konnte ich als Mathematikerin viel beitragen, aber fachlich würde ich mir einiges neu aneignen müssen.

Mich packten Zweifel: Akzeptiert meine neue Führungskraft auch eine 25 Stunden-Mitarbeiterin? Werde ich die neue Rolle mit zwei damals noch sehr kleinen Kindern schaffen? Meine Eltern lebten zu der Zeit nicht in Wien. Was mache ich, wenn ein Kind mal über Nacht krank ist? Wie reagieren meine neuen Kolleg:innen, wenn ich aus einem völlig anderen Gebiet komme?

Was hast du gemacht?

Mit viel #glaubandich meldete ich mich bei der Führungskraft meines Traumjobs. Ich erklärte ihr meine Situation. Sie war sofort bereit, mir diese Position mit 25 Stunden zu geben. Sie hatte selbst Kinder und war auch einmal in dieser Lage. Das hat mir viel Zuversicht über das Berufliche hinaus gegeben. Mir wurde eines klar: „Du kannst ruhig an dich glauben, denn es tun sogar Menschen, die dich noch kaum kennen!“ Dafür werde ich ihr immer dankbar sein! 

Wie ging es dir in deiner neuen Rolle?

Ich fühlte mich sehr wohl in meinem neuen Team. Meine Kolleg:innen führten mich in meinen neuen Bereich ein und zeigten viel Verständnis für meine persönliche Situation. Natürlich war es anfangs eine Herausforderung, mich mit meinen Kleinkindern in eine neue Materie einzuarbeiten. Aber ich war so wissbegierig und glücklich mit dieser neuen Aufgabe, dass ich mich der Herausforderung stellte – und es schließlich schaffte.

Du hast dann weitere Herausforderungen in deiner Karriere angenommen. Woher nimmst du die Kraft?

Oft sind es die kleinen Dinge, die mir Kraft geben: eine Umarmung, ein Kaffee, wenn ich müde bin, eine Motivationskarte vor einem wichtigen Termin oder ein Herzsticker am Laptop. Besonders schön ist, dass meine Kinder meine Arbeit cool finden. Wenn mein Sohn fragt: „Was hast du heute wieder Krasses gemacht?“, entstehen Gespräche, die mir zeigen, wie erfrischend der Blick von Kindern auf die Welt ist.

Wichtig sind mir auch gemeinsame Reisen und Bewegung als Ausgleich. Rudern ist meine große Leidenschaft, für die ich auch meine Kinder begeistern konnte – inzwischen sind sie selbstständig unterwegs. Ich bin stolz auf sie! Kraft finde ich außerdem beim Schwimmen, Meditieren oder einfach beim Abschalten.

Wie sieht es mit deinem Geldleben aus? Interessieren dich Themen wie Veranlagung und Vorsorge?

Ja, eigentlich immer schon! Bevor ich Kinder hatte, besaß ich die ganze Palette, die die Erste Bank anbietet - vom Sparbuch über Bausparvertrag bis hin zu Aktien, Anleihen und ETFs. Doch mit den Kindern fehlte mir dann die Zeit, die Entwicklung meiner Wertpapiere zu verfolgen und das Bedürfnis nach Sicherheit wurde immer größer. Ich habe mich dann mehr auf Ansparpläne und Veranlagungen mit weniger Risiko fokussiert. 

Ich finde es wichtig, dass sich Frauen mit diesen Themen beschäftigen und versuchen finanziell möglichst unabhängig zu bleiben. Schließlich weiß man nie, wie sich die private und damit auch die finanzielle Situation entwickelt. Also mir macht es Spaß! Ich hätte nur gerne mehr Zeit dafür.

Wie bringst du deinen Kindern den sinnvollen Umgang mit Geld bei?

Mein älterer Sohn bekam mit zehn Jahren sein erstes Konto und Zugang zu George – darauf war er sehr stolz. Meine Kinder dürfen grundsätzlich frei mit ihrem Taschengeld umgehen, mit klaren Ausnahmen: Nichts Illegales, nichts Lebendiges und keine Waffen. Geldgeschenke von Oma und Opa kommen auf ein separates Konto.

Anfangs war es für mich herausfordernd, sie eigene Fehler machen zu lassen, doch mittlerweile funktioniert das sehr gut. Ich finde es wichtig, dass sich meine Kinder früh für Geld interessieren und eigene Erfahrungen sammeln. Finanzielle Bildung kann gar nicht früh genug beginnen – umso besser, dass sie auch in der Schule langsam Thema wird.

Wie löst ihr in der Familie Konflikte?

Wir halten regelmäßig eine gemeinsame „Beschwerdung“ ab. Dabei setzen wir uns in Ruhe zusammen und alle dürfen alles ansprechen – von Kleinigkeiten bis zu emotionaleren Themen wie Handyzeiten, Taschengeld oder Schlafenszeiten. So können wir offen reden, uns Luft machen und einander besser verstehen. Dabei erfahre ich viel darüber, was meine Kinder bewegt – und staune oft, wie weise ihre Gedanken sind. Da kann ich wirklich etwas von ihnen lernen!

Was möchtest du anderen Müttern mitgeben?

Genießt eure Zeit mit euren Kindern, habt auch eine gute Zeit in der Arbeit und schaut auf euch! Wenn ihr was verändern wollt, lasst euch nicht durch Normen oder Ängste einschränken. Seid offen, lernt, glaubt an euch und nehmt neue Herausforderungen an!

Und noch eines: Über meine Familie in der Arbeit und über meine Arbeit in der Familie offen zu sprechen, erleichtert vieles – schließlich ist beides Teil meines Lebens. Meine Kolleg:innen und meine Kinder haben Verständnis dafür, dass ich Mama bin und arbeite. Sie inspirieren und motivieren mich, mir mehr zuzutrauen. 

Und wenn ihr den Laptop am Ende des Tages zuklappt, lasst euch von euren Kindern auf andere Gedanken bringen, lasst euch verzaubern und begeistern! Sie sind es, die den zweiten Sonntag im Mai für euch zu einem besonderen Tag machen!

Alles Gute zum Muttertag!

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