Bei den Special Olympics Österreich wird Dávids Traum wahr: Ein Superstar zu sein

Die #glaubandich Geschichte von Gabriella Baksa-Hasko und ihrem Sohn Dávid

Gabriella Baksa-Hasko arbeitet seit zwei Jahren in der Erste Holding im Social Banking. Die gebürtige Ungarin hat zwei Kinder: Máté, 15, und Dávid, 17. Dávid hat Trisomie 21 und liebt das Schwimmen. Mit viel #glaubandich fiebern David und seine ganze Familie den Sommerspielen der Special Olympics Österreich entgegen. Ein gemeinsames Ziel, das zusammenschweißt, Kraft gibt und allen viel Freude bringt.

© Marlena König

Liebe Gabriella, was war dein größter #glaubandich Moment?

Ich bin vor zwei Jahren von Ungarn nach Österreich gekommen, um meinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Mein Sohn Dávid hat Trisomie 21 und braucht spezielle Förderung. Da er sehr gerne schwimmt, meldete ich ihn zu einem Kurs für Kinder mit Behinderung an. Es stellte sich jedoch als Wassertherapie heraus, die ihn wenig forderte. In Budapest war er Wettkämpfe gewohnt – das motiviert ihn. Wenn er unterfordert ist, hört er nicht auf die Trainerin und macht, was er will – wie ein Kind eben.

Mir war klar, dass ich etwas ändern musste, auch wenn das in einem fremden Land eine große Herausforderung ist.

Was hast du dann gemacht?

Mit viel #glaubandich fragte ich die Trainerin, ob sie David für die Sommerspiele der Special Olympics Österreich trainieren würde – und sie sagte ja. Ich fand auch fünf weitere Kinder. Trotz vieler Hürden wie Anmeldungen, Untersuchungen und Behörden schaffte ich alles, oft mit Hilfe anderer. 

Schließlich gründeten wir unser Team ADELLA – Heart Waves, benannt nach den Anfangsbuchstaben der Kinder, und bekamen die Bestätigung, dass unsere sechs Kinder antreten dürfen. Ein Traum wurde wahr! Ich war unglaublich stolz und glücklich!

Was bedeutet es für Dávid, an den Special Olympics Österreich teilzunehmen?

David ist so aufgeregt und spricht von nichts anderem mehr! Er hat ein Ziel vor Augen und trainiert eisern. Die Medaille ist ihm nicht so wichtig. Er möchte ein Superstar sein!

© Marlena König

Im Laufe des Trainings sind wir Teil einer Gemeinschaft geworden, die von Eltern von jungen Menschen mit Trisomie 21 geschaffen wurde und viele Aktivitäten unternimmt. Dieser soziale Austausch ist eine schöne Bereicherung für David und für uns Eltern!

Wie sieht der Alltag mit deinem Sohn mit Trisomie 21 aus?

Dávid gilt unter Menschen mit Trisomie 21 als „durchschnittlich“ entwickelt. Er hat organisch keine Probleme, wofür wir sehr dankbar sind.

In seinen kognitiven Fähigkeiten entspricht er etwa einem 5- bis 6-jährigen Kind, daher braucht er auch Betreuung wie ein kleines Kind. Er kann viele Dinge, braucht aber Aufsicht – zum Beispiel, damit er sein T-Shirt nicht über seinen Pyjama zieht. Er weiß eigentlich, wie es richtig geht. Er liebt es, uns Eltern zu ärgern. Ein großer Schlingel eben! Hier sind viel Geduld und Kreativität gefragt.

David kann zählen und kennt die Buchstaben, aber liest noch sehr langsam. Er spielt sehr gern Brettspiele, deshalb spielen wir viel mit ihm. Wir lesen ihm auch viel vor - daher ist sein Wortschatz sehr umfangreich - auf Ungarisch. Denn auf Deutsch entwickelt sich sein Grundwortschatz erst nach und nach.

Woher nimmst du die Kraft, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen? Hast du auch Zeit für dich selbst?

Ein Sohn mit Trisomie 21 zu haben, ist Teil meiner Identität, aber nicht meine gesamte Identität. Ich habe auch eine sehr gute Beziehung zu meinem jüngeren Sohn Máté. Er ist 15 Jahre alt und besucht ein naturwissenschaftliches Gymnasium. Máté ist sehr gut in Mathematik und liebt es, Geschichten zu schreiben und Zeichentrickfiguren zu malen. Er hat in kürzester Zeit Deutsch gelernt.

Ich genieße es, mit meinem Mann und ihm anspruchsvollere Brettspiele zu spielen oder zum Beispiel ins Musical zu gehen. 

Ich liebe meinen Job und fühle mich in meinem Team sehr wohl. Glücklicherweise kann ich auch mein Hobby aus Ungarn hier in Wien weiterführen – in der ungarischen Volkstanzgruppe Napraforgók. Das macht mir Spaß und gibt mir Kraft!

Was möchtest du deinen Kolleg:innen mitgeben?

Ich habe die positive Erfahrung gemacht, dass, wann immer Dávid zur Sprache kommt, mir alle mit positivem Interesse begegnen. Wann immer ich Hilfe brauche, bekomme ich sie - sei es von meiner Führungskraft durch flexible Arbeitszeiten oder von deutschsprachigen Kolleg:innen, die mir bei administrativen Themen helfen, wenn ich nicht weiterkomme.

Ich freue mich sehr für David, dass es die Special Olympics auch in Österreich gibt und er daran teilnehmen kann. Dabei geht es nicht nur um Spaß und darum, ein persönliches Ziel vor Augen zu haben. Es geht ebenso darum, dass Menschen mit geistiger Behinderung zusammenkommen, sich begegnen und miteinander austauschen können.

Ein besonders wertvoller Aspekt der Special Olympics ist die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit. Denn nur wenn Menschen einander begegnen, ihre Unterschiede kennenlernen und annehmen, können Berührungsängste abgebaut und echte Begegnungen ermöglicht werden.

Ein Kind mit Trisomie 21 zu haben, ist kein Drama – genauso wenig, ein Mensch mit dieser Eigenschaft zu sein. Ich wünsche mir nur, dass man mit mehr Offenheit Menschen mit Behinderung begegnet. Und ich bin überzeugt, dass gerade hier Sport Brücken schlagen und Menschen miteinander verbinden kann.

Daher: Kommt zu den Sommerspielen der Special Olympics Österreich, die von 25. bis 30. Juni in Wien stattfinden und lernt die Sportler:innen, die dort die Superstars sind, kennen! Feuert sie an und lasst sie hochleben! Der Eintritt ist frei.

Alle Termine auf einem Blick: Zeitplan - Special Olympics Österreich

Die Erste Bank ist heuer erstmals stolze Partnerin der Special Olympics Österreich. 

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