10.06.2026

12 Geld-Tipps für sicheres Bezahlen vor und im Urlaub

  • Ein Mix aus Bezahlmitteln bietet Flexibilität und Sicherheit
  • Kostenfalle Euroumrechnung 

Um beim Bezahlen im wohlverdienten Urlaub auf der sicheren Seite zu sein und das Reisebudget nicht mit zusätzlichen Kosten zu belasten, haben Expert:innen der Sparkassengruppe die wichtigsten Geld-Tipps zusammengefasst. Vorweg: Ein Mix aus Debit-, Kreditkarte und ein wenig Bargeld ist jedenfalls empfehlenswert.  

TIPP 1: Immer ein wenig Bargeld für Kleinigkeiten mitführen 

Kontaktlose Kartenzahlungen sind in den meisten Urlaubsländern zum Standard geworden. „Man sollte immer kleine Mengen an Bargeld für ungeplante Ausgaben wie Parkgebühren, Snacks oder Eintritte mit sich führen. Ratsam sind dafür vor allem Münzen und kleine Geldscheine“, sagt Ertan Piskin, Zahlungsverkehrsexperte der Erste Bank. Dort wo es möglich ist, ist das kontaktlose Bezahlen mit der Karte die einfachste, gängigste und sicherste Bezahlform. Sollte man doch mehr Bargeld im Urlaub benötigen, dann sollte man unbedingt die Bargeldobergrenzen, wie zum Beispiel in Griechenland die strikte Obergrenze von 500 Euro für Barzahlungen, beachten. 

TIPP 2: Karten am Smartphone für mehr Sicherheit 

Eine digitalisierte Karte mit Apple oder Google Pay auf dem Smartphone bietet mehr Sicherheit, da die Karte für den Bezahlvorgang mit einem Gesichtserkennung oder Fingerabdruck am Smartphone aktiviert wird. „Das Smartphone ist zu unserem dauernden Begleiter geworden und dient im Urlaub nicht nur als Kamera oder Navigationssystem, sondern auch als zuverlässige kontaktlose Debit- oder Kreditkarte. Sollte man sein Handy verlieren oder es gestohlen werden, so können die digitalisierten Karten nicht missbräuchlich verwendet werden. Die physischen Karten können so im Hotelsafe bleiben und sind ein gutes Backup“, sagt Piskin

TIPP 3: Gestohlene oder verlorene Karten sofort sperren 

Sollte eine Karte verloren gehen oder gestohlen werden, dann sollte man diese unmittelbar sperren. Piskin: „Das ist in wenigen Schritten in der George-App möglich und man bekommt in kurzer Zeit eine neue, digitale Karte in George bereitgestellt, die man am Smartphone mit Apple oder Google Pay nutzen kann. Die Kartensperre kann auch rund um die Uhr telefonisch bei unserem 24h Service erfolgen.“ Deshalb am besten die Telefonnummer der Kartensperr-Hotline, im Fall der Erste Bank und Sparkasse +43 5 0100 – 50333, am Handy speichern. 

TIPP 4: Zahlungslimit der Debit- und Kreditkarte anpassen 

Bereits vor einer Reise, sollte man unbedingt die aktuellen Kartenlimits überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Im Internetbanking George oder der George-App kann man jederzeit und bei Bedarf vor Ort Limits erhöhen oder wieder senken. 

TIPP 5: Kartenzahlung in Nicht-Euro-Ländern in Landeswährung 

In Nicht-Euro-Ländern sollte man immer in Landeswährung zahlen. Der Grund: Zahlungen in Euro gehen meist mit einer schlechten Kursabrechnung einher. 

TIPP 6: Bargeldbehebung außerhalb des Euro-Raums mit Debitkarte 

Eine Geldbehebung ist in Urlaubsländern außerhalb des Euro-Raumes mit einer Debitkarte am günstigsten. Aber Vorsicht: In vielen Ländern werden vom Geldausgabeautomaten-Betreiber zusätzliche Entgelte verrechnet. Darauf muss allerdings vor der Behebung hingewiesen werden. 

Kund:innen von Erste Bank und Sparkassen können in Ländern, in denen die Erste Group tätig ist (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Serbien), bei allen Konzern-Geldausgabeautomaten kostenlos Geld beheben. Im neuen Markt Polen wird mit Hochdruck an diesem Service gearbeitet. 

TIPP 7: GeoControl überprüfen und gegebenenfalls deaktivieren 

In Destinationen außerhalb Europas ist die Sicherheitsfunktion GeoControl bei Debitkarten automatisch aktiviert. Das Bargeldbeheben an Geldausgabeautomaten ist damit für bestimmte Regionen außerhalb Europas gesperrt. Piskin: „Durch diese Vorkehrung soll Kartenmissbrauch verhindert werden. Um weltweit Bargeld beheben zu können, kann man GeoControl allerdings für die Reisedauer ganz einfach aussetzen.“ Bei Erste Bank und Sparkassen ist die Freischaltung von GeoControl im Internetbanking George, der George-App, telefonisch oder direkt beim Kundenbetreuer möglich. 

TIPP 8: Bei Bargeldbehebung auf die Umrechnung in Euro verzichten 

Das Umrechnen in die Heimatwährung am Geldautomaten in der Nicht-Eurozone kann zu hohen Gebühren führen. „Wenn Sie Geld außerhalb der Euro-Zone abheben, bieten die Geldautomaten oftmals einen fixen Wechselkurs in Euro an. Lehnen Sie diese Umrechnung ab, denn sie kann teuer werden. Lassen Sie die Abbuchung stattdessen in der Fremdwährung durchführen“, rät Piskin

TIPP 9: Bargeldbehebungen mit Kreditkarten vermeiden 

Zur Bargeldbehebung sind Kreditkarten nicht gedacht und sollten dafür aufgrund der relativ hohen Gebühren nur in Notfällen verwendet werden. Kreditkarten sind aber aufgrund ihrer Sicherheit empfehlenswert. Geht diese verloren oder wird sie gestohlen, kommt im Falle von Missbrauch die Bank für die Schäden auf – sofern der Inhaber nicht fahrlässig gehandelt hat. 

TIPP 10: Codes der Bankkarten einprägen 

Persönliche Codes von Debit- und Kreditkarten dürfen niemandem zugänglich sein. Deshalb sollte man sich diese gut einprägen und nirgends notieren. „Sollten man den PIN dennoch einmal vergessen, können unsere Kundinnen und Kunden ihn sicher und unkompliziert in George oder der George-App abfragen oder bei Kreditkarten vorweg schon ihren Wunsch-Code wählen“, rät Piskin

TIPP 11: Reiseversicherungen im Rahmen der Kreditkartenverträge prüfen 

Kreditkartenverträge beinhalten oft Reiseversicherungen. Eine vom Reiseveranstalter angebotene Reiseversicherung ist in manchen Fällen gar nicht notwendig, da eine Versicherung für z.B. Reisegepäck, Behandlungskosten, Krankenrücktransport mit Ambulanzjet oder Unfall im Rahmen der Kreditkartenleistungen enthalten ist. „Informieren Sie sich deshalb vor Urlaubsantritt über das Ausmaß Ihres Versicherungsschutzes, das spart möglicherweise unnötige Kosten“, so Piskin

TIPP 12: Bereits bei Urlaubsbuchung Vorsicht vor Betrugsmaschen 

Buchungsplattformen im Internet oder als App am Smartphone sind praktisch und werden täglich millionenfach genutzt. Doch Vorsicht, Kriminelle versuchen mit verschiedenen Tricks zu täuschen! Mittlerweile gibt es Fake-Webseiten, die den Originalen großer Anbieter sehr ähnlich sehen. Aber auch Vorsicht vor dubiosen Privatvermieter:innen oder Phishing-Nachrichten. Betrüger locken mit extrem günstigen Preisen, verlangen unübliche Zahlungsmethoden oder fordern Sie über gefälschte Nachrichten auf, Zahlungen zu leisten oder Kartendaten einzugeben. In unserem Sicherheits-Center (www.sparkasse.at/sicherheitscenter) und gemeinsam mit Partnern wie Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at) informieren wir über aktuelle Betrugsmaschen und und Risiken im digitalen Alltag. 

Tipps rund um das Urlaubsbudget sind online verfügbar unter www.sparkasse.at/reisetipps