Erste Campus

Das Headquarter der Erste Group.

Mit einer Grundstücksfläche von 25.000 m² und einer Bruttogeschoßfläche von 165.000 m² fügt sich der Erste Campus durch seine offene, geschwungene Architektur, wie selbstverständlich in den historischen und naturräumlichen Kontext der Stadt ein. Die Erdgeschoßzonen sind öffentlich zugänglich und garantieren durch ihr vielfältiges gastronomisches Angebot (mit Restaurants und Café), dass sich der Campus der üblichen Hermetik von Bankzentralen entzieht. Darüber hinaus ist auf dem Campus auch Europas größte Finanzbildungsinitiative, der „Financial Life Park“ (FLiP), zu finden. Auf über 1.400 m² wird den Besuchern auf interaktiv-spielerische Weise die Bedeutung der Finanzen für die persönliche Lebensplanung aufzeigt und die volkswirtschaftlichen Aufgaben von Banken erklärt.

Geplant wurde das Headquarter von Henke Schreieck Architekten.

Architektur

Die Vision der Architekten
Den Architekten Henke und Schreieck war besonders wichtig, dass die Mitarbeiter der Erste Group jeden Tag gerne ins Büro kommen, sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen und darauf stolz sind, auf dem Erste Campus zu arbeiten.

Die geschwungene Architektur des Gebäudes schafft eine Offenheit, die einladend und naturverbunden auf die Menschen, die sich auf dem Erste Campus aufhalten, wirken soll. Den Architekten Hencke und Schreieck war es wichtig, durch die Integration von Grünräumen eine urbane Stadtlandschaft zu schaffen und so für eine motivierende Atmosphäre und Wohlbefinden zu sorgen.
Durch die offene Struktur des Gebäudes ist der Erste Campus ein Ort der Begegnung, der die Kommunikation untereinander unterstützt. Die vier Bauteile sind so konzipiert, dass Änderungen in Arbeitsprozessen oder neue Zuordnungen von Arbeitsbereichen auch nachträglich jederzeit ohne großen baulichen Aufwand realisierbar sind. Das Gebäude wurde zudem durchgängig barrierefrei geplant.

© Christian Wind

© Christian Wind

© Christian Wind

© Christian Wind

Marta Schreieck und Dieter Henke absolvierten beide ihr Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach ihrem Abschluss gründeten sie ihr gemeinsames Architekturbüro und realisierten seitdem mehrere erfolgreiche Projekte, wie das Büro- und Geschäftshaus k47 Wien, die Bürohäuser HOCH ZWEI und RUND VIER in Wien und die Fachhochschule Kufstein.

Für ihre Arbeiten gewannen Marta Schreieck und Dieter Henke mehrere Preise, darunter den Preis der Stadt Wien, den Adolf Loos Architekturpreis und den Piranesi Architekturpreis.

Um das optimale Modell für den Erste Campus zu finden, wurde aus eigener Initiative ein Architekturwettbewerb mit einem vorangegangenen internationalen Bewerbungsverfahren ausgeschrieben. Die international besetzte Jury unter Leitung von András Pálffy, Präsident der Wiener Secession, wählte dann die 14 Teilnehmer für den Architekturwettbewerb aus. 

Der Architekturwettbewerb wurde im September 2007 breit beworben. So wurden Inserate in verschiedenen Tageszeitungen in 29 europäischen Ländern sowie auf Architekturplattformen geschalten, die zur Bewerbung für den Architekturwettbewerb einluden. Die Auslobungsunterlagen beschrieben auf rund 300 Seiten die Visionen, Ziele und Ansprüche des Projekts ebenso wie das städtebauliche Umfeld. Besonderen Wert wurde auf die dynamische und harmonische Verbindung von Architektur, Nutzerfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit sowie auf die ökologische Nachhaltigkeit gelegt. Aus den mehr als 200 Architekten, die sich für den Wettbewerb anmeldeten, wurden 14 Teilnehmer ausgewählt. In einem nächsten Schritt wurden aus diesen Beiträgen im März 2008 fünf Entwürfe ausgewählt, die für den weiteren Wettbewerb näher detailliert wurden.

Im September 2008 wurde die Entscheidung für das Siegermodell von Henke Schreieck Architekten aus Wien getroffen.

Der Erste Campus wurde nach wirtschaftlichen, aber auch nach Aspekten der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit realisiert.
Im Rahmen der Gebäudezertifizierung nach dem DGNB-System wurde er von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) geprüft und mit der höchsten Stufe, dem Platin-Zertifikat ausgezeichnet.

  • Auftraggeber: Erste Group Bank AG
  • Projektentwickler: Erste Group Immorent AG
  • Gebäudemanagement: s OM
  • Architekt: Henke Schreieck Architekten ZT GmbH
  • Arbeitsplätze:  rund 4.000
  • Areal gesamt: 2,5 ha
  • Bruttogeschoßfläche: ca. 117.000 m² oberirdisch
  • Parkplätze: ca. 600
  • Entfernung zum Stadtzentrum: 2,5 km

Erste Campus Umfeld

Geschichte des Standortes
Die Lage des Erste Campus ist einzigartig, ist dies doch einer der geschichtsträchtigsten Orte Wiens. Unweit kultureller Glanzbauten steht dieser Ort für den wirtschaftlichen Aufschwung und menschliche Errungenschaften. Im 19. Jahrhundert war der Südbahnhof nicht nur das Tor gen Süden sondern auch ein historischer Dreh- und Angelpunkt, der eine besondere Anziehung auf die Menschen und ihre Hoffnungen und Erwartungen ausübte. 
Der Erste Campus liegt direkt neben dem neuen Hauptbahnhof und an zwei wichtigen Wiener Verkehrsachsen. Durch die Nähe zum Schweizer Garten grenzt er darüber hinaus an eine Grünfläche – für die Mitarbeiter der Erste Group ein großer Mehrwert.
Für den Bau Erste Campus musste zudem keine Grünfläche geopfert werden – lediglich der alte Südbahnhof musste weichen und wurde nun zu einem Stück Wiener Geschichte.

 

Quartier Belvedere
Der Erste Campus ist ein Teil des „Quartier Belvedere“. Nur einen kurzen Spaziergang von der Wiener Innenstadt entfernt entsteht auf der Fläche zwischen dem Schloss Belvedere, dem Hauptbahnhof und dem Schweizer Garten ein neuer Stadtteil auf geschichtlichem Boden.

Mit dem Quartier Belvedere errichtet Wien sein jüngstes Weltstadtviertel; einen lebendigen Stadtteil in dem Reisende, Arbeitende, Studenten, Familien, und Pensionisten aufeinander treffen, sich austauschen und gemeinsam leben und arbeiten werden.
Die Investoren sorgen hier für ein so noch nie dagewesenes Lebens- und Arbeitsgefühl, denn Mitarbeiter der sich hier ansiedelnden Firmen werden nach Büroschluss nicht sofort noch Hause aufbrechen, sondern gemeinsam mit Kollegen, Bewohnern und Reisenden im Quartier Belvedere verweilen und den Tag ausklingen lassen. 
Cafés, Restaurants und andere Geschäfte werden den jüngsten Wiener Stadtteil rund um den Wiedner Gürtel an sieben Tagen der Woche neu beleben. Firmen werden hier einen neuen Standort finden, und auch Familien, Singles und Paare werden sich im neuen Quartier Belvedere zu Hause fühlen. Die angrenzenden Grünflächen, die unmittelbare Nähe zum Stadtzentrum, aber auch die verschiedenen Geschäfte, Bars, Restaurants, Kultur-, Nahversorgungs-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, werden im Quartier Belvedere für eine neue Lebensqualität sorgen.
Das Viertel wird eines der pulsierendsten der Stadt werden. Durch den neuen Hauptbahnhof kommen hier zahlreiche Reisende an und werden das Quartier Belvedere zu einem der multikulturellsten Wiens werden lassen. Menschen aus zahlreichen Ländern und verschiedensten Kulturen werden hier herkommen, durchspazieren oder sich niederlassen und so für einen bunten Mix im Quartier Belvedere sorgen.

Bürokonzept für eine neue Unternehmenskultur

Der Erste Campus ist auch Sinnbild einer neuen Unternehmenskultur: ein zentraler Standort für rund 4.500 MitarbeiterInnen der Erste Group, der Erste Bank Oesterreich und deren Tochtergesellschaften, die zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte gemeinsam in einem Headquarter vereint sein werden. Zuvor war die Gruppe auf mehr als 20 verschiedene Standorte in Wien aufgeteilt. 

Der Standort der neuen Zentrale am ehemaligen Gelände des Wiener Süd- und Ostbahnhofes, liefert auch eine historische Symbolik: Als wichtigste Verkehrsdrehscheibe verband er über viele Jahrzehnte Österreich mit den Ländern Zentral-und Osteuropas.

 

Zusammenarbeitsplatz
Der Erste Campus ist ein Ort der Begegnung für Mitarbeiter, Kunden und all jene, die mit uns die Zukunft gestalten wollen.

Das neue Gebäude bedeutet für die Erste Group vor allem die Grundlage für eine neue Arbeitsumgebung bei verbesserter Wirtschaftlichkeit. Die verkürzten Wegstrecken zwischen den Abteilungen fördern die Zusammenarbeit und ermöglichen eine gesteigerte Produktivität.
In unserem Headquarter finden die Mitarbeiter einen inspirierenden und begeisternden Arbeitsplatz vor, der die Kommunikation untereinander fördert und das Wir-Gefühl stärkt. Um diese Vision umzusetzen, werden die Mitarbeiter aktiv in die Arbeitsplatzgestaltung eingebunden.

Schließlich möchte die Erste Group, dass sich Kunden, Mitarbeiter und Gäste, die den Erste Campus betreten, wohl fühlen und so ein neues Gemeinschaftsdenken entstehen kann.

Willkommen in der neuen Arbeitswelt

Am Erste Campus kommen alle zusammen, die die Zukunft der Erste Group mitgestalten möchten: MitarbeiterInnen, KundInnen und PartnerInnen. Doch hier wird nicht nur gearbeitet. Am Erste Campus werden Ideen entwickelt, Pläne geschmiedet und Visionen in die Tat umgesetzt.



Erleben Sie virtuell die neue Arbeitswelt des Erste Campus

Bienen am Erste Campus

Rund 80.000 Bienen schwirren über den Köpfen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Erste Campus. Auf dem Dach des Headquarters der Erste Group befinden sich derzeit zwei Bienenstöcke.

Entgegen der weitläufigen Meinung ist die Stadt als Lebensraum für Bienen sehr gut geeignet. Gerade in Wien bieten Parks und blühende Grünflächen ein vielfältiges und fast ganzjähriges Nektar- und Nahrungsangebot. Diese Vielfalt findet sich auch im produzierten Honig wieder, der stets ein geschmacklicher Spiegel des Umfeldes ist. Außerdem wird in der Stadt deutlich weniger Spritzmittel verwendet.

Die Ernte des Erste Campus Honigs erfolgt einmalig nach Haupt-Trachtende (Ende Juli/Anfang August). Das hat den Vorteil, dass die Bienen in Schlechtwetterphasen ihren eigenen Honig aufnehmen können. Sie sind dadurch besser ernährt, gesünder und widerstandsfähiger. Ein weiterer Vorteil ist, dass nur bestens ausgereifter Honig entnommen wird, und dies macht sich in der hervorragenden Qualität bemerkbar.

Corporate Archives

Corporate Archives ist das Langzeitgedächtnis der Erste Group.

In unserem Depot lagern historische Archivalien und Dokumente vom Gründungsjahr der Ersten österreichischen Spar-Casse 1819 bis in die jüngere Vergangenheit. Urkunden, Bilanzen, Geschäftsberichte, Protokolle, Korrespondenzen bilden rund die Hälfte des Bestandes. Eine umfassende Mediensammlung, bestehend aus Audio-, Foto- und Filmmaterial und eine große Objektsammlung  erweitern und ergänzen unseren Gedächtnisspeicher.

Corporate Archives ist Arbeit an der Unternehmensidentität.

Wir gehen von Gegenwartsfragen aus und machen uns auf die Suche nach den historischen Wurzeln. So können aktuelle und auf die Zukunft ausgerichtete Unternehmenswerte objektiv in eine Tradition eingebunden und gestärkt werden. Auf der Grundlage unserer Quellen und Daten entstehen Forschungsarbeiten, welche die Biografie der Erste Group fortschreiben und nach innen und nach außen lesbar machen. Ein Unter­nehmen, das von seiner Gründungsidee her stark in der Gesellschaft verankert war und weiterhin sein möchte, handelt diesbezüglich nicht autonom. Sein Gedächtnis ist auch das einer Gemeinschaft und deren Individuen.

 

Corporate Archives ist Dienstleister für das Unternehmen.

Wir arbeiten projektorientiert mit unterschiedlichen Unternehmensbereichen, Abteilungen und Filialen zusammen. Wir stellen Informationen und historisches Material zur Verfügung, begleiten oder gestalten Ausstellungen, produzieren Texte, Folder und Videos.

Depot (Stand: April 2017)

  • Ca. 70.000 Archivalien
  • Ca. 1,6 Laufkilometer
  • Ca. 51.800 Inventarnummern vergeben, davon:

Schriftgut: 24.749 Inventarnummern (47,8%)

  • Faszikel/Dokumente/Urkunden: 12.368
  • Druckwerke (Literatur / Berichte / Protokolle / …): 7.426
  • Manuskripte (Protokolle / Berichte / …): 4.955

Medien: 13.722 Inventarnummern (26,4%)

  • Audio: 183
  • Film: 385
  • Foto: 12.861
  • Datenspeicher: 293

Sammlung: (Objekte, Sparbehelfe, Plakate,  Münzsammlung, Werbemittel, Bilder) ca. 12.000 Inventarnummern (23,1%), davon:

  • Sparbehelfe: 4.206
  • Plakate: 366
  • Historische Münzen: 6.480

Digitalarchiv: ca. 1.400 Inventarnummern (2,7%)

Bibliothek

Ca. 3.000 Bücher

  • Geschichte der Ersten und Sparkassen
  • Geschäftsberichte
  • Rechtshistorische Bibliothek
  • Allgemeine Themen: Geld, Finanzwirtschaft, Banken

Raumressourcen

  • Bibliothek: 334 qm
  • Depot / Archivräume: 710 qm
  • Rollregale: 2,4 Laufkilometer

Corporate Archives Bibliothek

Ort: Bauteil A, 1.OG / A1.110.1 (oberhalb „George-Cafe“)

Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch 10.00 - 14.00 Uhr

Die Bibliothek besteht zum größten Teil aus wertvollen historischen Büchern (Unikaten).

Sie umfasst rund 3.000 Bücher, gebundene Zeitschriften und Schriftenreihen aus den Bereichen:

  • Geschichte der Erste Bank und Sparkassen
  • Geschichte der Sparkassen international
  • Historische Bilanzen / Geschäftsberichte seit 1819
  • Rechtshistorische Bibliothek
  • Allgemeinen Themen: Geld, Finanzwirtschaft, Banken

ERSTE Stiftung Bibliothek

Auch in der ERSTE Stiftung Bibliothek finden sich Informationsressourcen zu Themen wie Finanzökonomie, Finanzwissen, zu aktuellen Entwicklungen im Social Banking und zu sozialem Unternehmertum, zu Geld und alternativen Währungen wie Bitcoins, zu Währungspolitik, zur Finanzkrise, zu Strategien im Investment, zu Globalisierung, Verteilungsgerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Die Sammlung der ERSTE Stiftung Bibliothek zu Finanzthemen ist im Financial Life Park angesiedelt und umfasst auch Bücher zum Finanzwissen für Kinder und Jugendliche inklusive Comics wie „Der Dax der Ducks“. Der Buchbestand im FLiP ist zu den Öffnungszeiten zugänglich und mit einer Bibliothekskarte, die am Standort der ERSTE Stiftung ausgestellt wird, entlehnbar. 

Online Katalog und Nutzerkonto

Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag: 09.00 - 17.00 Uhr
Freitag: 09.00 - 14.00 Uhr

Kontakt

Kunst am Bau

„Nirgends steht geschrieben, dass an den Wänden von Unternehmenszentralen Kunst hängen muss. Wir zeigen Kunst nur dort, wo wir meinen, dass sie Relevanz hat und eine Inspiration sein kann für all jene, die den Erste Campus nutzen oder besuchen.“ 

Diesem Statement aus dem Mood Book des Erste Campus, das den Architekturwettbewerb begleitet hat, sind die beiden Kuratoren Kathrin Rhomberg und Pierre Bal-Blanc gefolgt und haben im engen Dialog mit dem Bauherrn und den Architekten Henke Schreieck zehn international renommierte Künstler und Künstlerinnen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa für Projektvorschläge eingeladen. Die kontextuelle Berücksichtigung des geopolitischen Raumes, in der sich die Erste Group bewegt, war dabei ebenso Kriterium für das Kunst am Bau-Projekt, wie die inhaltliche und örtliche Bezugnahme der künstlerischen Projekte auf das Gebäude des Erste Campus und des ehemaligen Areals des Südbahnhofs.

Eine Zusammenfassung über Kunst am Bau am Erste Campus finden Sie in unserem booklet zum Download:

Kunstwerke

Kontakt

Hephzibah Druml

Kontakt. Die Kunstsammlung der Erste Group und ERSTE Stiftung

+43 (0)5 0100 - 12247

hephzibah.druml@erstegroup.com