Umwelt



Umweltstrategie

Die Umweltstrategie der Erste Group beruht auf vier Säulen:

  • Einrichtung von Umweltmanagementsystemen
  • Einbeziehung ökologischer Kriterien in Bankprodukte und Dienstleistungen
  • Etablierung eines Lieferketten-Managements, das alle für das Bankgeschäft erforderlichen Produkte und Dienstleistungen erfasst
  • Zusammenarbeit mit im Umweltbereich tätigen Nichtregierungsorganisationen


Ökologischer Fußabdruck

  2017 2018 Veränderung
Stromverbrauch 182 GWh 178 GWh -2,2%
Heiz-/Kühlenergieverbrauch 171 GWh 140 GWh -18,1%
Verbrauch fossiler Treibstoffe 38 GWh 45 GWh +18,4%
Energieverbrauch gesamt 391 GWh 363 GWh -7,2%
CO2e-Emissionen (Scope 1 und 2) 76.936 t 61.543 t -20,0%
Kopierpapierverbrauch 1.733 t 1.705 t -1,6%

*) Aufgrund von Änderungen in der Anzahl an Gesellschaften über die berichtet wird, ist ein Vergleich mit dem vorigen Jahr nicht sinnvoll. Trotz Zunahme der Konzernunternehmen (im Vergleich zu 2017), konnten der Gesamtenergieverbrauch und die CO2e-emissionen reduziert werden. Das ist vor allem auf die Umstellung auf elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen zurückzuführen.

Ökologische Ziele

Als Bank nutzt die Erste Group nicht viele verschiedene natürliche Ressourcen. Die wichtigsten sind: elektrische Energie, Energie für Heizung und Warmwasser, Treibstoff für Dienstwägen und Papier (vor allem Kopierpapier). Der Verbrauch von Wasser und die Produktion von Abfall sind für die Erste Group nicht von Relevanz und werden daher auch nicht berichtet. Um den Verbrauch natürlicher Ressourcen effektiv managen zu können, ist es notwendig angemessene Systeme zu haben. Basierend auf dem Gesamtverbrauch wurden klare Ziele zu einer effizienteren Nutzung definiert. Die Reduktionsziele, die für den Zeitraum 2012-2016 definiert wurden, haben zu einem relevanten Rückgang der CO2e-Emissionen um -28%, elektrische Energie -13%, Heizenergie -18% und Kopierpapier -20%.

Basierend auf den Daten für 2018 werden für die Jahre 2019 bis 2021 neue relative statt absoluter Reduktionsziele vereinbart. Diese Vereinbarung wird bis Juni 2019 abgeschlossen sein und sich mit folgenden Themen beschäftigen: elektrische Energie und Heizenergieverbrauch pro Nettogrundfläche (kWh/m2) oder CO2e-Emissionen pro MA, Verbrauch von Kopierpapier pro MA (kg/FTE), und der Anteil von Hybrid Autos oder Elektroautos an Dienstwägen.


Einrichtung von Umweltmanagementsystemen

Während die Umsetzung in der Holding sowie Erste Bank Oesterreich auf 2019/2020 verschoben wurde, sind die Zertifizierungen gemäß ISO 14001 und/oder ISO 50001 in Kroatien, der Slowakei und Ungarn abgeschlossen. Von den österreichischen Sparkassen sind bereits die Steiermärkische Sparkasse (ISO 14001) und die Allgemeine Sparkasse Oberösterreich (ISO 50001) zertifiziert.

Geplant ist, dass bis Ende 2020 die wesentlichen Tochterbanken ein zertifiziertes Umwelt- oder Energiemanagementsystem implementiert haben. Damit sollte in allen wesentlichen Gesellschaften die Voraussetzung zum effizienten Monitoring der Umwelt- und Energiedaten geschaffen sein.


Maßnahmen zur Senkung des Papierverbrauchs

Ein Beitrag zur Reduktion des Papierverbrauches ist der Trend zur Digitalisierung im Bankgeschäft. Zur Minimierung der Umweltbelastung setzt die Erste Group laufend Maßnahmen zur Eindämmung des Papierverbrauches und berücksichtigt ökologische Kriterien im Einkauf. Das Ziel ist die Nutzung von 100% Recyclingpapier. Hier ist das Ziel in den Ländern außerhalb Österreichs schon fast erreicht.

 

Ökologischer Einkauf von Produkten und Dienstleistungen

Die zentrale Einkaufsorganisation Erste Group Procurement (EGP) setzte ihre Bemühungen um die Berücksichtigung ökologischer Kriterien im Beschaffungswesen fort. Seit 2014 hat der “Ethical and Environmental Code of Conduct for Suppliers of Goods and Services” der EGP gruppenweit Geltung. Bei der Beurteilung von Lieferanten finden neben ökonomischen Kriterien Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte Berücksichtigung. Zusätzlich müssen die EGP-Mitarbeiter den Online-Test des „Chartered Institute of Procurement & Supply (CIPS)“, eines in England ansässigen Instituts für nachhaltigen Einkauf, positiv absolvieren.

 

Bankprodukte mit ökologischem Nutzen

Die Erste Group entwickelt laufend Angebote für ihre Kunden, bei denen Nachhaltigkeitskriterien eine Rolle spielen. Einen wesentlichen Beitrag leistet die Erste Asset Management, die im Bereich „nachhaltige Investmentfonds“ Marktführer ist.

Weitere Informationen
 

Sonstige Umweltinitiativen

Konzernweit wurden, wo auch immer technisch und ökonomisch sinnvoll, bestehende Beleuchtungssysteme auf LED umgestellt. Am Erste Campus wird seit 2018 Wasser aus großen Regenwasserzisternen für die Grünflächenbewässerung und als Brauchwasser für die WC-Spülungen herangezogen

Ein Element der Umweltstrategie der Erste Group ist die Zusammenarbeit mit NGOs, die im Umweltbereich tätig sind. Einerseits bekommt die Erste Group so Einblick darüber, was getan werden kann um die Umwelt noch besser schützen zu können. Andererseits haben NGOs dadurch Zugang zu einem großen Unternehmen um dort Umweltprobleme zu diskutieren und  Geschäftsentscheidungen zu beeinflussen.

Auch wenn die Partnerschaft zwischen der Erste Group mit der WWF Climate Group für 2018 nicht erneuert wurde, bleibt die enge Kooperation zwischen der Erste Asset Management und dem WWF im Bereich ökologisch besonders nachhaltiger Investmentfonds bestehen.

Weitere Informationen sind im Erste Group’s (konsolidierter) nicht-finanzieller Bericht 2018 nachzulesen.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:

Klaus Bergsmann
Head of Group Sustainability Office
klaus.bergsmann@erstegroup.com