Umwelt



Umweltstrategie

Die Umweltstrategie der Erste Group beruht auf vier Säulen:

  • Einrichtung von Umweltmanagementsystemen
  • Einbeziehung ökologischer Kriterien in Bankprodukte und Dienstleistungen
  • Etablierung eines Lieferketten-Managements, das alle für das Bankgeschäft erforderlichen Produkte und Dienstleistungen erfasst
  • Zusammenarbeit mit im Umweltbereich tätigen Nichtregierungsorganisationen


Ökologischer Fußabdruck

  2018 2019*) Veränderung
Stromverbrauch 181 GWh 175 GWh -3,3%
Heiz-/Kühlenergieverbrauch 140 GWh 138 GWh -1,4%
Verbrauch fossiler Treibstoffe 45 GWh 46 GWh +2,2%
Energieverbrauch gesamt 366 GWh 359 GWh -1,9%
CO2e-Emissionen (Scope 1 und 2) 62.410 t 64.856 t +3,9%
Kopierpapierverbrauch 1.705 t 1.615 t -5,3%

*) Im NFI-Bericht 2019 wurden die Umweltdaten von Sparkassen mit mehr als 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (2018: >300) erfasst. Die Erweiterung um acht österreichische Sparkassen führte zu folgenden Zuwächsen bei den Umweltdaten: Gesamtenergieverbrauch +12.163 MWh, Verbrauch an elektrischer Energie +5.628 MWh, Verbrauch an Heizenergie +6.307 MWh, Kopierpapierverbrauch +56 t (davon 35,5 t Recyclingpapier), CO2e Emissionen +1.500 t.

Ökologische Ziele

Als Bank nutzt die Erste Group nicht viele verschiedene natürliche Ressourcen. Die wichtigsten sind: elektrische Energie, Energie für Heizung und Warmwasser, Treibstoff für Dienstwägen und Papier (vor allem Kopierpapier). Der Verbrauch von Wasser und die Produktion von Abfall sind für die Erste Group nicht von Relevanz und werden daher auch nicht berichtet. Um den Verbrauch natürlicher Ressourcen effektiv managen zu können, ist es notwendig angemessene Systeme zu haben. Basierend auf dem Gesamtverbrauch wurden klare Ziele zu einer effizienteren Nutzung definiert.

Basierend auf den Daten für 2018 wurden für die Jahre 2019 bis 2021 neue relative statt absoluter Reduktionsziele vereinbart. Folgende KPIs wurden festgelegt: elektrische Energie und Heizenergieverbrauch pro Nettogrundfläche (kWh/m2), CO2e-Emissionen pro MA, Verbrauch von Kopierpapier pro MA (kg/FTE), und der Anteil von Hybrid Autos oder
Elektroautos an Dienstwägen.

 

Ökologische Ziele für 2021

  Einheit AT CZ SK RO HU HR RS
Durchschnittlicher Stromverbrauch kWh/m² 104 103 85 79 125 163 106
Durchschnittlicher Heizenergieverbrauch kWh/m² 60 95 81 85 60 60 77

Anteil von Hybrid-/E-Autos am Fuhrpark 

% 5% 3% 1% 0% 10% 1% 3%

Verbrauch Kopierpapier pro Mitarbeiter

kg/RMA

34 23 25 59 30 33 46

Recycling-Kopierpapier Anteil

% 90% 95% 100% 95% 100% 95% 100%

Scope 1 und 2-Emissionen pro Mitarbeiter

tCO2e/RMA

0,53 1,40 1,50 2,55 1,20 0,75 1,95

Einrichtung von Umweltmanagementsystemen

Während die Implementierung von Umweltmanagementsystemen in der Holding sowie Erste Bank Österreich noch nicht umgesetzt wurde, sind die Zertifizierungen gemäß ISO 14001 und/oder ISO 50001 in Kroatien, der Slowakei und Ungarn abgeschlossen.Von den österreichischen Sparkassen sind die Steiermärkische Sparkasse (ISO 14001) und die Allgemeine Sparkasse Oberösterreich (ISO 50001) zertifiziert. Die Dornbirner Sparkasse führt seit 2012 jährlich eine ÖKOPROFIT-Zertifizierung durch.

Weiterhin geplant ist, dass in den folgenden Jahren in den wesentlichen Tochterbanken ein zertifiziertes Energiemanagementsystem implementiert wird. Die Beschränkung auf ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) ist damit begründet, dass Finanzdienstleister außer Energie und Papier keine sonstigen Rohstoffe verbrauchen bzw. der Verbrauch an Wasser oder die Entsorgung von Müll nicht relevant ist.
 

Maßnahmen zur Senkung des Papierverbrauchs

Zur Minimierung der Umweltbelastung setzt die Erste Group neben dem bevorzugten Einkauf von Recycling-Kopierpapier laufend Maßnahmen zur Eindämmung des Papierverbrauches im Bankbetrieb.

Der Trend zur Digitalisierung unterstützt diese Reduktion. So werden auf der Online-Plattform George Kundinnen und Kunden ausdrücklich auf die Möglichkeit hingewiesen, auf physische Ausdrucke von Kontoauszügen zu verzichten, da das mobile Banking der Erste Group ein einfaches und übersichtliches Archiv für alle Transaktionen auf den Konten bietet.

Die weitgehende elektronische Durchführung aller Standard Bankprozesse ist das Ziel dieser laufenden Entwicklungen. Mit der daraus resultierenden beschleunigten Abwicklung und effizienteren KundInnenbetreuung kann die KundInnenzufriedenheit erhöht und gleichzeitig der Papierverbrauch reduziert werden.

Ökologischer Einkauf von Produkten und Dienstleistungen

Die zentrale Einkaufsorganisation Erste Group Procurement (EGP) setzte ihre Bemühungen um die Berücksichtigung ökologischer Kriterien im Beschaffungswesen fort. Seit 2014 hat der “Ethical and Environmental Code of Conduct for Suppliers of Goods and Services” der EGP gruppenweit Geltung. Bei der Beurteilung von Lieferanten finden neben ökonomischen Kriterien Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte Berücksichtigung. Zusätzlich müssen die EGP-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Online-Test des „Chartered Institute of Procurement & Supply (CIPS)“, eines in England ansässigen Instituts für nachhaltigen Einkauf, positiv absolvieren.
 

Bankprodukte mit ökologischem Nutzen

Die Erste Group entwickelt laufend Angebote für ihre Kundinnen und Kunden, bei denen Nachhaltigkeitskriterien eine Rolle spielen. Einen wesentlichen Beitrag leistet die Erste Asset Management, die im Bereich „nachhaltige Investmentfonds“ Marktführer ist.

Weitere Informationen

 

Sonstige Umweltinitiativen

Konzernweit wurden, wo auch immer technisch und ökonomisch sinnvoll, bestehende Beleuchtungssysteme auf LED umgestellt. Am Erste Campus wird seit 2018 Wasser aus großen Regenwasserzisternen für die Grünflächenbewässerung und als Brauchwasser für die WC-Spülungen herangezogen.

Im Juli 2019 startete am Erste Campus eine Kooperation zwischen dem Jungunternehmen Hut und Stiel und der sOM Objektmanagement GmbH. In den ersten fünf Monaten der Zusammenarbeit wurden bereits 8,7 Tonnen Kaffeesatz aus den Kaffeeküchen zur Verwendung in der regionalen Pilzproduktion gesammelt. Hochgerechnet reduziert sich der jährliche Restmüll damit um über 20 Tonnen.

Im Bereich Sponsoring wurden 2019 Strategien zur Vermeidung von Plastik bei Werbemitteln erarbeitet und umweltfreundliche Alternativen ins Sortiment aufgenommen.

Ein Element der Umweltstrategie der Erste Group ist die Zusammenarbeit mit im Umweltbereich tätigen NGOs. Diese bieten Zugang zu ihrem lokalen und internationalen Know-how und leisten der Erste Group bei ihren Bemühungen um eine Verbesserung ihrer ökologischen Nachhaltigkeit wertvolle Unterstützung. Beispielhaft dafür ist die enge Kooperation zwischen der Erste Asset Management und dem WWF im Bereich ökologisch besonders nachhaltiger Investmentfonds. Der ERSTE WWF Stock Environment Fonds unterstreicht mit einer Wertsteigerung von 30%, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg miteinander vereint werden können.

Weitere Informationen sind im Erste Group’s (konsolidierter) nicht-finanzieller Bericht (NFI-Bericht 2019) nachzulesen.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:

Maria Angerler
CSR-Specialist, Group Sustainability Office
maria.angerler@erstegroup.com