Unsere Identität

In diesem Film zeigen wir Ihnen die Wurzeln, die Geschichte und die Identität der Erste Group.

Fragen zur Geschichte und Identität der Erste Group

Hier finden Sie Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen zur Geschichte und Identität der Erste Group.

Die „Erste Österreichische Spar-Casse“ wurde im Oktober 1819 gegründet. Eine Gruppe angesehener Bürger versammelte sich, um eine Finanzinstitution zu gründen, die allen Menschen offen stehen sollte.

Ein prägender Satz der Gründungsgeschichte lautete:
„In dem Bezirke, wo eine Sparkasse bestehen wird, wird es weit weniger Arme geben.“

Errichtung, Statuten und Reglement der ersten Spar-Casse

Die Französische Revolution hatte gezeigt, dass die Armut der Massen nicht weiter ignoriert werden durfte. Mildtätigkeit oder Almosen konnten die sozialen Probleme nicht lösen.

Gleichzeitig strömten Ideen der Aufklärung nach Zentraleuropa. Der Wert des Individuums, seine Würde, seine Chancen und Talente rückten in den Mittelpunkt des Denkens vieler Bürger.

Statt Armut durch milde Gaben zu bekämpfen hatte man in Schottland bereits begonnen, Sparkassen zu gründen. In Wien fiel diese Gesinnung auf fruchtbaren Boden.

„Errichtet Spar-Cassen!“ Broschüre von 1820.

Die Gründer der „Erste Österreichische Spar-Casse“ kamen aus den unterschiedlichsten Richtungen. Besonders hervorzuheben sind drei unserer Gründer:

  • Johann Baptist Weber, der Pfarrer von St. Leopold
  • Bernhard Ritter von Eskeles, Bankier und einer der Mitbegründer der Österreichischen Nationalbank
  • Ignaz Ritter von Schönfeld, Prager Unternehmer und später k.k. Hofagent in Wien

Dies sind die Namen der weiteren Gründer:
Peter Bohr, Joseph R. v. Dallstein, Michael Hengelmüller Leopold Huber, Franz Jahn, Albert Kohn, Johan Mohrenthal, Vincent Neuling, J. E. v. Neuwall, Franz Rikl, Joseph Peham, A. J. Rabislovitsch, Joseph Ritter der Ältere.

Drei der Gründer: Johann Baptist Weber, Bernhard Eskeles, Ignaz Schönfeld.

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts waren Banken ausschließlich für die Reichen und Mächtigen da. Einfache Menschen hatten keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Eine Sparkasse zu eröffnen, die für alle Menschen da ist - das war die Idee unserer Gründer. Die „Erste Österreichische Spar-Casse“ war die erste ihrer Art in Zentral- und Osteuropa. Bis heute hat sich diese Tatsache in unserem Namen erhalten.

Kassensaal der Sparkasse.

In der Pfarre St. Leopold in der Leopoldstadt. Das war damals eines der ärmsten Viertel von Wien. Johann Baptist Weber, der zuvor schon einen Kindergarten, ein Armenhaus und zwei Schulen gegründet hatte gab der Ersten Österreichischen Spar-Casse hier ein Zuhause.

Hier nahm im Oktober 1819 die Sparkasse ihren Betrieb auf.

Kirche St. Leopold, erbaut 1722-24.

Die Idee der Sparkasse breitete sich von Wien rasch in viele Teile der Monarchie aus. Hier ein Auszug aus den zahlreichen Gründungen dieser Jahre:

1819 Wien 1827 Levoca (Leutschau) 1828 Bratislava
1822 Bregenz 1827 Jindřichův Hradec (Neuhaus) 1828 Retz
1822 Castelfranco-Veneto 1827 Banská Bystrica (Neusohl) 1828 Sušice (Schüttenhofen)
1822 Innsbruck 1827 Olomouc (Ollmütz) 1828 Steyr
1822 Ljubljana (Laibach) 1827 Győr (Raab)
 1828 Třebíč (Trebitsch)
1822 Split 1827 St. Pölten 1828 Vyškov (Wischau)
1823 Milano (Mailand) 1827 Szeged 1829 Jaroslaw (Jaroslau)
1825 Graz 1827 Teplice (Teplitz)
 1829 Raab/ Oberösterreich
1825 Hollabrunn 1827 Český Těšín (Teschen) 1831 Gorica (Görz)

1825 Praha (Prag) 1827 Trnava (Tyrnau) 1835 Klagenfurt
1826 Salzburg 1827 Waidhofen/Ybbs 1835 Braşov (Kronstadt)
1827 Zagreb (Agram)
 1827 Varaždin (Warasdin) 1835 Ragusa
1827 Brno (Brünn)
 1827 Wiener Neustadt 1839 Pest
1827 Chrudim 1827 Znojmo (Znaim) 1841 Sibiu (Hermannstadt)
1827 Kosmonosy (Cosmanos) 1828 Kroměříž (Kremsier) 1841 Rovereto
1827 Osijek (Essegg)
 1828 Havlíčkův Brod (Deutschbrod) 1841 Zadar (Zara)

1827 Jaromiercz (Jaromierz) 1828 Hodonín (Göding) 1842 Feldkirch
1827 Mladá Boleslav (Jungbunzlau) 1828 Jihlava (Iglau)
 1842 Triest
1827 Hradec Králové (Königgräz) 1828 Kutná Hora (Kuttenber) 1842 Waidhofen/Thaya
1827 Krems 1828 Litoměřice (Leitmeritz) 1844 Košice (Kaschau)
1827 Český Krumlov (Krumau) 1828 Náchod (Nachod) 1875 Mariazell
1827 Litomyšl (Leitomischl) 1828 Mikulov (Nikolsburg)  
1827 Lviv (Lemberg) 1828 Plzeň (Pilsen)  

Karte der Österreichischen Monarchie 1823.

Das erste Sparbuch erhielt die damals minderjährige Marie Schwarz. Das Einlagebuch mit der Nr. 1 enthielt ein gestiftetes Guthaben von 10 Gulden. Das entspricht heute in etwa 140 Euro.

Als Marie Schwarz im November 1848 einen Betrag behob, war die Einlage auf 30 Gulden 49 Kreuzer angewachsen.

Das Sparbuch mit der Nummer 1.

Befruchtend. Geschäftig. Organisiert. Lebendig.

Die Biene war für viele Generationen und Kulturen ein Symbol für Leben und Wachstum. Vom Anfang an war sie auch das Symbol der Sparkassen.

Bis zum heutigen Tag sieht man die Biene auf Sparkassen-Gebäuden in Zentraleuropa. Auf dem Gebäude der Erste Bank am Graben 21 in Wien kann man sie immer noch am Dachgiebel sehen.

DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung, kurz: ERSTE Stiftung setzt als Rechtsnachfolgerin unserer Gründer die Tradition der Biene fort. Sie hat das modernisierte Bienen-Symbol zum Logo gewählt. So bleibt die Biene auch weiterhin in zahlreichen Programmen der Stiftung in Zentral- und Osteuropa weiter präsent.

Das Symbol der Biene am Graben 21 in der Wiener Innenstadt.

Das Logo der Erste Stiftung.

Ein Entwurf des Wiener Plakatkünstlers Lois Gaigg wurde 1938 zum Logo zahlreicher Sparkassen in Deutschland. Es zeigte ein zur Sparbüchse stilisiertes “S” mit Einwurfschlitz und einer Kreisform, die eine Münze darstellt.

Es war der Designer Otl Aicher, der 1971 dem „S“ der Sparkassen seine heute bekannte, moderne Gestaltung gab. Er ließ den Einwurfschlitz weg und verwendete die Farbe Rot. Später wurde das Logo nochmals überarbeitet. In den 70er Jahren wurde das rote „S“ auch zum Symbol mehrerer Sparkassen in Österreich.

Auch Die Erste wechselte damals ihr Logo. Die „Biene“ wurde durch den „römischen Einser“ ersetzt.

Mit dem Börsengang der Erste Bank im Jahr 1997 und der Intensivierung der Zusammenarbeit aller Sparkassen in Österreich fiel auch die Entscheidung für ein gemeinsames Symbol. Das „S“ wurde zum gemeinsamen Logo der gesamten Sparkassengruppe.

Mit dem Börsengang 1997 startete die Erste Bank ihre Ost- und Zentraleuropa Strategie. Bis 2006 wurden mehr als 10 Banken akquiriert. Einige davon sind heute Marktführer in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union: Česká spořitelna in Tschechien, Slovenská sporiteľňa in der Slowakei, Banca Comercială Română (BCR) in Rumänien.

Heute sind wir als Retailbank außerdem in Ungarn, Kroatien, Serbien, Slowenien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Moldawien tätig.

Die Erste Stiftung ist die Rechtsnachfolgerin jenes Vereins, der 1819 Begründer und Eigentümer der Ersten Österreichischen Spar-Casse war. Auch heute ist die Erste Stiftung als Gründerin immer noch größte Aktionärin der Erste Group.

Die Erste Stiftung fühlt sich dem Gründungsgedanken weiter verpflichtet: Auf dem Fundament von Respekt für Individuum und Gesellschaft wird der Auf- und Ausbau der Zivilgesellschaft in unserer Region gefördert. Mit den Dividenden, die ihr aus der Erste Group zufließen werden drei Programme finanziert: Soziale Entwicklung, Kultur und Europa. Wenn Sie mehr über die Aktivitäten wissen wollen, folgen Sie bitte diesem Link: www.erstestiftung.org

Den meisten von uns ist es gar nicht bewusst, aber bei fast allem, was wir im täglichen Leben tun, brauchen wir es: das Bankkonto. Miete, Strom, Gas, Gehalt, alles wird heute bargeldlos abgewickelt.

Trotzdem gibt es in Österreich geschätzte 40.000 Menschen, die kein Bankkonto mehr haben. Sie sind aus verschiedenen Gründen, meist Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit, in eine soziale oder wirtschaftliche Notlage geschlittert und haben am Ende auch noch ihre Bankverbindung verloren.

Die ERSTE Stiftung hat daher eine Sparkasse gegründet: die Zweite Wiener Vereins-Sparcasse, kurz: Zweite Sparkasse. Sie bietet den betroffenen Menschen ein Konto ohne Überziehungsmöglichkeit an. Das ist aber nur der erste Schritt auf dem Weg in ein Leben ohne Schulden, den jeder aus eigener Kraft beschreiten muss.

Mehr dazu unter www.erstestiftung.org/zweite-sparkasse

Das Logo der Zweiten Sparkasse.