
Ich habe mir immer gesagt: „Kleines Mädchen, du schaffst das“
Krisztina wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und musste schon früh für sich selbst sorgen. Heute ist sie als Kundenbetreuerin für Private-Banking-Klienten bei der Erste Bank Ungarn tätig.

Wann hast du angefangen, an dich selbst zu glauben?
Ich stamme aus einer armen Familie; meine Mutter hat mich und meine jüngere Schwester allein großgezogen. Schon mit zehn Jahren musste ich lernen, Verantwortung zu übernehmen. Da ich unter diesen Umständen aufwuchs, träumte ich immer von einem besseren Leben. Ich sagte mir stets: „Kleines Mädchen, du schaffst das.“
Als sich meine Eltern scheiden ließen, wurden meine Großeltern zu einer sehr wichtigen Stütze für mich. Sie stammten aus unterschiedlichen Ländern – meine Großmutter aus Österreich und mein Großvater aus Polen. Sie haben mich stark geprägt. Meine Großmutter Angela war in Ungarn als Buchhalterin tätig und fungierte für mich als Finanzberaterin. Mein Großvater Antal war mein großes Vorbild. Er ermutigte mich immer dazu, zu lernen und mich weiterzuentwickeln – zunächst, um die Schule abzuschließen, und später, um an der Universität Wirtschaft und Marketing zu studieren. Und ich bin noch lange nicht am Ende: Ich würde liebend gerne noch einmal studieren.
Welche Träume hast du damals verfolgt?
Als Kind habe ich Jazzballett-Kurse besucht. Später eröffnete ich meine eigene Tanzschule für Frauen, weil es mir große Freude bereitete, ihnen das Tanzen und Bewegen beizubringen und zu sehen, wie sie dadurch selbstbewusster wurden. Das war meine Leidenschaft. Es ist ein Teil meiner Seele. Durch meinen Unterricht konnte ich einen Teil meiner Seele mit den Frauen teilen.
Du bist seit 2018 Teil der „Erste“-Familie. Was gibt dir bei deiner Arbeit ein gutes Gefühl?
Es macht mich glücklich, meine Kundinnen und Kunden bei der Lösung von Problemen zu unterstützen oder mich um ihre Investitionen zu kümmern. Bei Geldanlagen erstelle ich einen Plan, der eine breite Streuung der Investitionen für die nächsten 10 bis 20 Jahre vorsieht. Ich berate meine Kund:innen auf Basis meiner eigenen Überzeugungen und investiere natürlich auch selbst auf diese Weise. Manche geben mir sogar positives Feedback und schätzen meine Arbeit für sie. Das zaubert mir immer ein Lächeln ins Gesicht.

Wie vernetzt du dich mit deinen Kolleginnen und Kollegen?
Meine Kolleginnen und Kollegen erleben mich oft als eher ruhige Person; doch sie ahnen nicht, dass es auch eine andere Seite an mir gibt. Ich liebe es, Abenteuer zu erleben. Bei der Erste Bank Ungarn habe ich den „Active Experience Club“ ins Leben gerufen. Es gibt bei uns zahlreiche Clubs für die unterschiedlichsten Interessen. Bei diesem hier geht es darum, gemeinsam bleibende Erinnerungen zu schaffen. Einmal sind wir zum Beispiel nach Siebenbürgen in Rumänien gereist, haben uns im Wald versteckt und darauf gewartet, Bären zu beobachten. Das war ein aufregendes Erlebnis, das uns zudem sehr zusammengeschweißt hat. Außerdem organisiere ich regelmäßig Ausflüge nach Österreich: Wir haben zum Beispiel die Schokoladenmanufaktur Zotter in Riegersburg besucht, wo wir uns auf dem „Schoko-Spielplatz“ für einen Moment wieder wie Kinder fühlen konnten.
Wer bist du heute, wenn du in den Spiegel schaust?
Ich glaube, eine Erfahrung hat mich besonders stark geprägt: der Moment, in dem ich lernte, mich selbst zu lieben. Das bedeutet, an mich selbst zu glauben und wirklich ich selbst zu sein, aber auch, Empathie für Kolleg:innen zu zeigen und proaktiv Hilfe anzubieten.