„Ich halte viele Zügel in meiner Hand.“

Im Interview mit Cornelia Grasser

Cornelia Grasser verantwortet seit 2021 den Bereich „Group Finance and HR Solutions“ in der Erste Digital. Sie bringt mehr als 20 Jahre Berufserfahrung aus unterschiedlichen Branchen wie Produktion, Gesundheit, Audit mit. Privat treibt sie die Liebe zur Natur und zur Bewegung an. 

Was ist deine größte Herausforderung als Führungskraft?

Ich bin seit vier Jahren Führungskraft bei der Erste Digital. Meine größte Herausforderung ist es, Orientierung zu geben. Unsere Zeit ist sehr dynamisch und wird es auch bleiben – dabei Orientierung zu geben ist nicht immer leicht. Man stößt auch an eigene Grenzen.

Was für mich aber ganz klar ist: Für mich bedeutet Führung, weniger Anweisungen zu geben und mehr Rahmen zu schaffen. Einen Rahmen, in dem sich Menschen entwickeln können.

Genau darin liegt eine meiner größten Herausforderungen: diesen Rahmen bewusst zu gestalten und Orientierung zu geben. Damit stützt man auch die Eigenverantwortung und das Vertrauen.

Was ist dir dabei besonders wichtig?

Ein Punkt, der mir sehr am Herzen liegt, ist, die Menschlichkeit nicht zu verlieren.

Wir arbeiten in einem Umfeld, das von Tempo und Veränderung geprägt ist. Umso wichtiger ist es für mich, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und Entscheidungen transparent zu machen. Wenn ich erkläre, warum wir etwas tun, werden Entscheidungen aus meiner Sicht nachhaltiger, weil sie verstanden und mitgetragen werden.

Menschlichkeit zeigt sich für mich im Dialog: im Ernstnehmen von Meinungen, im Abwägen und im respektvollen Umgang.

Halten, Balance finden. Wie schaffst du das? 

Ich halte in meinem Job viele Zügel in der Hand. Ich steuere ein mittelgroßes Team mit 100 Mitarbeiter:innen im IT-Bereich und wir arbeiten mit diversen Bereichen der Bank auf Gruppen- sowie auf lokaler Ebene zusammen.

Die Balance besteht darin, meinem Team sowie unseren Stakeholdern Stabilität zu geben und gleichzeitig Veränderung aktiv voranzutreiben. Halten bedeutet, Unsicherheiten auszuhalten.

Menschen brauchen Orientierung und Verlässlichkeit. Gleichzeitig leben wir in einer Zeit, in der Stillstand keine Option ist. Führung bedeutet für mich daher, beides zusammenzubringen: Sicherheit im Fundament und Mut zur Weiterentwicklung.

Diese Balance jeden Tag neu zu finden, ist für mich moderne Führung.

Was ist ein Teil deines Jobs, den wenige sehen?

Ich gehe sehr oft in eine Art Übersetzungsarbeit. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist es, komplexe Themen so zu vereinfachen, dass sie für alle verständlich werden.

Das bedeutet: Informationen sortieren, auf das Wesentliche herunterbrechen und dann Schritt für Schritt erklären. Ebenso ist es wichtig, dass viele Personen den Gedankengang nachvollziehen können.

Für mich ist das nicht nur Kommunikation, sondern auch Verantwortung: Klarheit schafft Sicherheit, und Sicherheit macht Zusammenarbeit besser.

Was stärkt dich?

Mich stärkt vor allem mein Team. Es gibt mir unglaublich viel Kraft zu wissen, dass ich Menschen um mich habe, die meine Werte teilen. Wenn wir an etwas arbeiten und ich sehe, dass es ihnen wirklich Freude macht, dass sie Sinn in dem sehen, was wir gemeinsam tun, dann gibt mir das enorm viel Energie.

Sinnhaftigkeit ist für mich zentral. Wenn ich merke, dass unsere Arbeit Wirkung zeigt und dass die Menschen rund um mich herum auch Verantwortung übernehmen wollen, ist das für mich die größte Motivation.

Wie stärkst du andere?

Wir sind es gewohnt, zu sagen: Das hat nicht funktioniert. Fehler werden schnell benannt. Aber alles, was gut läuft, nehmen wir als selbstverständlich hin.

Ich versuche bewusst, das zu ändern. Nicht nur für mich selbst, sondern im ganzen Team. Positives Feedback zu geben, wenn etwas gelungen ist und Erfolge sichtbar zu machen. Auch bei ganz kleinen Dingen, wie zum Beispiel bei einem gut aufbereiteten Meeting oder einem guten, konstruktiven Gespräch. Große Erfolge werden oft gefeiert - gut so - aber auch die einzelnen persönlichen Momente sind mir ein Anliegen. Darin liegt für mich die alltägliche Wertschätzung.

Wenn etwas gut war, nehme ich mir die Zeit dafür und spreche es direkt an oder schreibe es der Person via E-Mail oder Chatnachricht. 

Und abseits der Arbeit, was stärkt dich?

Bewegung. Natur. Alles, was mit Bewegung zu tun hat, tut mir gut. Ich liebe Skifahren, gehe gerne in die Berge oder fahre Rad. Momentan probiere ich auch bewusst neue Dinge aus. Ich bin außerdem im Schwimmverein der Erste Bank.

Und wenn ich zurück in die Steiermark fahre und dort draußen in der Natur unterwegs bin, merke ich sofort, wie gut mir dieser Naturbezug tut.

Wenn ich Zeit habe, dann kommen neue Ideen, die mich und mein Team in der Zukunft weiterbringen können.

Vielen Dank, liebe Cornelia, für das Interview! 

Wie stärkst du andere?

Wir sind es gewohnt, zu sagen: Das hat nicht funktioniert. Fehler werden schnell benannt. Aber alles, was gut läuft, nehmen wir als selbstverständlich hin.

Ich versuche bewusst, das zu ändern. Nicht nur für mich selbst, sondern im ganzen Team. Positives Feedback zu geben, wenn etwas gelungen ist und Erfolge sichtbar zu machen. Auch bei ganz kleinen Dingen, wie zum Beispiel bei einem gut aufbereiteten Meeting oder einem guten, konstruktiven Gespräch. Große Erfolge werden oft gefeiert - gut so - aber auch die einzelnen persönlichen Momente sind mir ein Anliegen. Darin liegt für mich die alltägliche Wertschätzung.

Wenn etwas gut war, nehme ich mir die Zeit dafür und spreche es direkt an oder schreibe es der Person via E-Mail oder Chatnachricht. 
 

Und abseits der Arbeit, was stärkt dich?

Bewegung. Natur. Alles, was mit Bewegung zu tun hat, tut mir gut. Ich liebe Skifahren, gehe gerne in die Berge oder fahre Rad. Momentan probiere ich auch bewusst neue Dinge aus. Ich bin außerdem im Schwimmverein der Erste Bank.

Und wenn ich zurück in die Steiermark fahre und dort draußen in der Natur unterwegs bin, merke ich sofort, wie gut mir dieser Naturbezug tut.

Wenn ich Zeit habe, dann kommen neue Ideen, die mich und mein Team in der Zukunft weiterbringen können.

Vielen Dank, liebe Cornelia, für das Interview!