Geschäftsüberblick

Analyse des Geschäftsverlaufs

Gewinn- und Verlustrechnung

GuV-Zahlen: 2025 verglichen mit 2024, Bilanzzahlen: 31. Dezember 2025 verglichen mit 31. Dezember 2024

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss erhöhte sich insbesondere in Zentral- und Osteuropa. Anstiege wurden vor allem in Tschechien und der Slowakei verzeichnet und resultierten insbesondere aus höheren Kreditvolumina sowie geringeren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen. 

 

Zinsspanne in %

Der Rückgang in Österreich war vor allem auf die Anpassung variabler Kundenkreditzinsen und eine verzögerte Weitergabe von niedrigeren Marktzinsen auf Kundeneinlagen zurückzuführen. 

Die Zinsspanne (annualisierte Summe von Zinsüberschuss, Dividendeneinkommen und Periodenergebnis aus Anteilen an At Equity-bewerteten Unternehmen, dividiert durch durchschnittliche zinstragende Aktiva) blieb mit 2,41% (2,46%) nahezu stabil.

Provisionsüberschuss

Zuwächse konnten in allen Kernmärkten und Provisionskategorien erzielt werden. Insbesondere Vermögensverwaltung und Wertpapiergeschäft entwickelten sich positiv. Gut entwickelte sich auch das Versicherungsvermittlungsgeschäft. Der deutliche Anstieg im Kreditgeschäft war großteils durch eine Umgliederung vom Zahlungsverkehr bedingt.


Struktur/Entwicklung Provisionsüberschuss 
in EUR Mio

Handelsergebnis & Gewinne/Verluste von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten

Sowohl das Handelsergebnis als auch die Zeile Gewinne/Verluste von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (Fair Value-Ergebnis) werden maßgeblich durch die Bewertung eigener verbriefter Verbindlichkeiten zum Fair Value beeinflusst. Die Bewertung der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten eigenen verbrieften Verbindlichkeiten wird im Fair Value-Ergebnis abgebildet, während die Bewertung der korrespondierenden Absicherungsgeschäfte im Handelsergebnis erfasst wird. 

Trotz eines starken Devisengeschäfts verschlechterte sich das Handelsergebnis aufgrund negativer Bewertungseffekte der Derivate im Handelsbestand auf EUR 313 Mio (EUR 519 Mio). Die Gewinne/Verluste von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten entwickelten sich gegenläufig und verbesserten sich auf EUR 107 Mio (EUR -82 Mio), insbesondere aufgrund des Rückganges der Bewertungsverluste eigener verbriefter Verbindlichkeiten zum Fair Value.

Verwaltungsaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich in fast allen Kernmärkten, besonders deutlich in Österreich, vor allem aufgrund von kollektivvertraglichen Gehaltssteigerungen. Der Anstieg der Sachaufwendungen ist insbesondere auf einen höheren IT-, Beratungs- und Marketingaufwand zurückzuführen. Die Aufwendungen für Beiträge zur Einlagensicherung sind hingegen auf EUR 53 Mio (EUR 72 Mio) zurückgegangen. Dieser Rückgang resultierte nahezu vollständig aus Österreich, wo die Beiträge auf EUR 13 Mio (EUR 33 Mio) sanken. Der Verwaltungsaufwand inkludierte Kosten für die Integration der Erste Bank Polska im Ausmaß von EUR 38 Mio.


Struktur/Entwicklung Verwaltungsaufwand 
in EUR Mio

Die Kosten-Ertrags-Relation belief sich auf 47,9% (47,2%).


Betriebserträge und Verwaltungsaufwand 
in EUR Mio

Gewinne/Verluste aus der Ausbuchung von nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten

Die Gewinne/Verluste aus der Ausbuchung von nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten und von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten beliefen sich auf EUR -41 Mio (EUR -91 Mio). Darin sind hauptsächlich Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren in Tschechien enthalten.

Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten

Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten belief sich auf EUR -478 Mio (EUR -397 Mio). Die Nettodotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen erhöhten sich auf EUR 557 Mio (EUR 394 Mio), insbesondere in Zentral- und Osteuropa, das im Vorjahr von Auflösungen profitierte. Positiv wirkten sich hingegen hohe Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen aus, insbesondere in Österreich. Insgesamt fiel der Großteil der Wertminderungen auf Finanzinstrumente auch 2025 in Österreich an.

Sonstiger betrieblicher Erfolg 

Der sonstige betriebliche Erfolg wird maßgeblich von Steuern und Abgaben auf das Bankgeschäft und von Einmaleffekten beeinflusst. Die hier inkludierten Steuern und Abgaben auf das Bankgeschäft stiegen auf EUR 372 Mio (EUR 245 Mio). Die Bankensteuer in Österreich erhöhte sich vor allem aufgrund der zu entrichtenden Sonderzahlung in Höhe von EUR 60 Mio auf EUR 133 Mio (EUR 40 Mio). Die Belastung aus Bankenabgaben in Ungarn belief sich auf insgesamt EUR 175 Mio (EUR 168 Mio). In Rumänien erhöhte sich die Bankenabgabe auf EUR 63 Mio (EUR 37 Mio), insbesondere wegen des Anstiegs der Bankensteuer von 2% auf 4% im Juli 2025. Der Anstieg der Bankensteuern wurde teilweise durch geringere Beiträge in Abwicklungsfonds kompensiert. Diese sanken auf EUR 15 Mio (EUR 28 Mio) – insbesondere in Tschechien. In der Eurozone werden auch im Jahr 2025 keine regulären Beiträge von Kreditinstituten eingehoben. Insgesamt verbesserte sich der sonstige betriebliche Erfolg vor allem aufgrund von mehreren positiven Einmaleffekten, besonders erwähnenswert sind: EUR 88 Mio im Zusammenhang mit einer technischen Änderung der Einbeziehung eines assoziierten Unternehmens, EUR 77 Mio für die Auflösung einer Rückstellung nach einem positiven Gerichtsurteil in Rumänien, EUR 48 Mio aus Gebäudeverkäufen in Tschechien. 

Periodenergebnis

Die Steuern vom Einkommen beliefen sich auf EUR 1.103 Mio (EUR 1.053 Mio). Das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnende Periodenergebnis verringerte sich infolge geringerer Rentabilität der Sparkassen auf EUR 788 Mio (EUR 819 Mio). Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis stieg auf EUR 3.510 Mio (+12,3%; EUR 3.125 Mio), die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) belief sich auf 16,6% (16,3%).

Betriebsergebnis und Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnender 
Jahresgewinn/-verlust in EUR Mio

Ergebniskennzahlen in %

Bilanz

Kassenbestand und Guthaben beliefen sich auf EUR 27,6 Mrd (EUR 25,1 Mrd). Die Handels- und Finanzanlagen in den verschiedenen Kategorien der finanziellen Vermögenswerte stiegen auf EUR 79,5 Mrd (EUR 75,8 Mrd).

Kredite an Banken (netto), die nicht täglich fällige Sichteinlagen inkludieren, verringerten sich auf EUR 20,8 Mrd (EUR 27,0 Mrd). Die Kundenkredite (netto) stiegen auf insgesamt EUR 232,0 Mrd (EUR 218,1 Mrd). Alle Kernmärkte entwickelten sich positiv, wobei Zentral- und Osteuropa stärkeres Wachstum erreichte, vor allem in Tschechien und Ungarn. Anstiege waren sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft zu verzeichnen.


Struktur/Entwicklung Forderungen an Kunden  
in EUR Mio

Wertberichtigungen für Kundenkredite lagen nahezu unverändert bei EUR 4,0 Mrd (EUR 4,1 Mrd). Die NPL-Quote, das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den Bruttokundenkrediten, verbesserte sich etwas auf 2,4% (2,6%), die Deckung der notleidenden Kredite durch Risikovorsorgen (basierend auf Bruttokundenkrediten) sank auf 69,7% (72,5%).

Finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading beliefen sich auf EUR 2,4 Mrd (EUR 1,8 Mrd). Bankeinlagen sanken auf EUR 16,9 Mrd (EUR 21,3 Mrd). Die Kundeneinlagen stiegen – gruppenweit insbesondere im Privatkundengeschäft – auf EUR 253,0 Mrd (EUR 241,7 Mrd), am stärksten in Tschechien. Das Kredit-Einlagen-Verhältnis belief sich auf 91,7% (90,2%). 


Bilanzstruktur/Bilanzpassiva in EUR Mio

Die verbrieften Verbindlichkeiten stiegen aufgrund verstärkter Emissionstätigkeit auf EUR 54,9 Mrd (EUR 51,9 Mrd). 

Die Bilanzsumme stieg auf EUR 368,6 Mrd (EUR 353,7 Mrd). Das gesamte bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 34,7 Mrd (EUR 30,8 Mrd), darin ist Zusätzliches Kernkapital (AT1, Additional Tier 1) im Ausmaß von insgesamt EUR 3,5 Mrd inkludiert. Nach Vornahme der in der Eigenkapitalverordnung (CRR) festgelegten Abzugsposten und Filter stiegen das Harte Kernkapital (CET1, CRR aktuell) auf EUR 28,5 Mrd (EUR 24,0 Mrd) und die gesamten regulatorischen Eigenmittel (CRR aktuell) auf EUR 36,5 Mrd (EUR 30,9 Mrd). Der Gesamtrisikobetrag – die gesamten risikogewichteten Aktiva (RWA) aus Kredit-, Markt- und operationellem Risiko (CRR aktuell) – sank auf EUR 147,5 Mrd (EUR 157,2 Mrd). Dieser Rückgang war auf einen regulatorischen Effekt (CRR3 Einführung), Verbriefungen und Portfolio-Effekte zurückzuführen. Der durch das Kreditwachstum bedingte Anstieg wurde damit mehr als kompensiert. 


Eigenmittel- und Harte Kernkapitalquote (CET1) 
in %

Die Eigenmittelquote – gesamte Eigenmittel in Prozent des Gesamtrisikos – belief sich auf 24,8% (19,7%), deutlich über dem gesetzlichen Mindesterfordernis. Die Kernkapitalquote lag bei 21,7% (17,0%), die Harte Kernkapitalquote bei 19,3% (15,3%). Alle Quoten sind nach CRR (aktuell) berechnet.  

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