Markteintritt in Polen

Das vergangene Jahr markierte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Erste Group. Im Mai 2025 haben wir unseren Markteintritt in Polen bekanntgegeben. Der Abschluss der Transaktion erfolgte plangemäß am 9. Jänner 2026. Mit dem Erwerb eines kontrollierenden Anteils von 49% an der Santander Bank Polska, die im zweiten Quartal 2026 in Erste Bank Polska umbenannt wird, bauen wir unsere Präsenz in Zentraleuropa weiter aus. Die Kaufvereinbarung mit Banco Santander SA umfasst auch den Erwerb eines 50%-Anteils am Vermögensverwalter Santander TFI. Der Kaufpreis für beide Transaktionen lag bei EUR 7,0 Mrd.

Polen ist sowohl die größte als auch die am stärksten wachsende Volkswirtschaft im östlichen Teil der Europäischen Union. Die wirtschaftliche Entwicklung Polens, die Marktgröße sowie die attraktiven Wachstumsdynamiken machen das Land zu einer logischen und strategisch überzeugenden Erweiterung der Präsenz der Erste Group in Zentraleuropa. Mit unserem Markteintritt untermauern wir nicht nur unsere Position als führende Bank in der Region. Damit verbessern wir nachhaltig unser Wachstums- und Gewinnprofil. Unser Engagement ist Ausdruck der Überzeugung, dass Polen und die Region als Ganzes Eckpfeiler der Zukunft Europas sind.

Die Erste Group wird zur Nummer 3 Bank in Polen

Mit dieser Akquisition wird die Erste Group die drittgrößte Bank in Polen. In landesweit mehr als 300 Filialen betreut die Bank rund 6 Millionen Kund:innen.

Wir weisen darauf hin, dass die Finanzergebnisse der Erste Bank Polska erstmals im ersten Quartal 2026 im konsolidierten Ergebnis der Erste Group enthalten sind.

Konsistente Strategie

Mit dieser Transaktion erweitern wir unsere Präsenz in Zentraleuropa, den wachstumsstärksten und profitabelsten Bankenmärkten Europas, signifikant. Gleichzeitig verfügen wir mit diesem Schritt sofort bei Markteintritt über eine bedeutende Marktposition. Das steht ganz im Einklang mit unserer Strategie in allen Märkten, in denen wir tätig sind, eine starke Marktposition innezuhaben. Polen ist ein Land mit einer langen wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte; der polnische Bankenmarkt befindet sich dementsprechend auf einem langfristigen Wachstumspfad.

Kurz zusammengefasst: Es handelt es sich um eine strategische Investition in das zukünftige Wachstum der Erste Group.

100%ige Eigenfinanzierung

Die Erste Group finanzierte die Transaktion ausschließlich aus Eigenmitteln, unterstützt durch die Streichung des am 28. Februar 2025 bekanntgegebenen geplanten Aktienrückkaufprogramms über EUR 700 Mio, die temporäre Reduktion der Dividenden-Ausschüttungsquote auf 10% für das Geschäftsjahr 2025 und die Umsetzung diverser Bilanz-Optimierungsmaßnahmen.

Zum 31. Dezember 2025 (somit vor der erstmaligen Konsolidierung der Akquisition in Polen) lag die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) der Erste Group bei 19,3%. Die interne Zielquote für 2026 liegt bei 14,25%.

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