29.11.2018

 

Erste Erfolge der Social-Banking-Aktivitäten der Erste Group: In CEE wurden 14.000 neue Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen geschaffen

  • Über 2.500 Unternehmensgründer erhielten Unternehmensberatung und Finanzierungen
  • 400 finanzierte Sozialunternehmen und NGOs beschäftigten mehr als 1.500 Menschen aus sozial ausgegrenzten Gruppen
  • In CEE wurden fast 14.000 neue Arbeitsplätze geschaffen
  • Das Gesamtkreditvolumen überstieg EUR 170 Mio.

Aus der heute veröffentlichten ersten Studie über den Erfolg der von der Erste Group in ihren CEE-Märkten durchgeführten Social Banking-Aktivitäten („Impact Assessment“) geht hervor, dass mehr als 2.500 Unternehmensgründer, 400 soziale Organisationen und 6.500 Kleinbauern dieses Angebot angenommen und damit zur Schaffung von rund 14.000 neuen Arbeitsplätzen beigetragen haben. Durch den Grundgedanken der als Social-Banking-Unternehmen gegründeten Erste inspiriert, wird das Social Banking der Erste Group nun mit Unterstützung durch die ERSTE Stiftung weiterentwickelt. Gefördert wird die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand, indem sozial ausgegrenzten Gruppen nicht nur Kredite angeboten werden, sondern auch fundierte Beratung in Geldangelegenheiten, Finanzbildungstrainings, maßgeschneiderte Produkte und Mentoring für Unternehmer.

„Social Banking ist unser Leuchtturmprojekt zur Verbesserung der sozialen und finanziellen Inklusion in der CEE-Region und wird seit 2016 systematisch in allen Kernmärkten der Erste Group umgesetzt. Wir glauben, dass wir den Menschen, die beim Übergang zur Marktwirtschaft zurückgelassen wurden, eine echte Hilfestellung bieten können. Dank des Zugangs zu Unternehmensberatung und Gründerkrediten konnten hauptsächlich in ländlichen Gebieten und Kleinstädten mehr als 2.500 Menschen ein eigenes Unternehmen gründen und dazu auch noch Mitarbeiter aus der Umgebung einstellen. Mehr als ein Drittel war davor nicht erwerbstätig gewesen. Wir sind vor allem stolz darauf, dass diese Arbeitsplätze vorwiegend in Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit und Armut geschaffen wurden, die von großen Arbeitgebern oft übersehen werden“, erklärt Peter Surek, Head of Social Banking Development.

Bei der Entwicklung der zur Erfolgsmessung eingesetzten Methodologie wurde die Erste Group vom NPO Kompetenzzentrum [1] der Wirtschaftsuniversität Wien beraten. Die Erste Group beabsichtigt, den Erfolg ihres Social-Banking-Programms laufend durch Impact Assessments zu überprüfen.

Der erste Bericht zeigt, dass das Social Banking der Erste Group Menschen, die keinen oder nur einen sehr schlechten Zugang zum Arbeitsmarkt hatten, dabei unterstützte, ihr eigenes Kleinunternehmen – etwa einen Laden oder ein Bauunternehmen – zu gründen. Die Jungunternehmer konnten damit auch das erforderliche finanzielle Selbstvertrauen entwickeln und in ihren Heimatgemeinden an die 5.000 Arbeitsplätze schaffen. Neben Businessmentoring und E-Learning erhielten die angehenden Unternehmer über das Social Banking der Erste Group auch Finanzierungen in der Höhe von mehr als EUR 60 Mio.

Über ihre lokalen Banken, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und NGOs, unterstützte das Social Banking der Erste Group zusätzlich rund 400 Sozialorganisationen in der gesamten Region beim weiteren Ausbau ihrer Tätigkeit und einem effizienteren Umgang mit einigen der herausforderndsten Themen unserer Gesellschaft – Jugendarbeitslosigkeit, soziale Integration und Armut. Damit konnten im Sozialsektor mehr als 3.100 Arbeitsplätze neu geschaffen und 6.100 gesichert werden. 82% der Organisationen erklärten, sie seien nun in der Lage, ihre sozialen Aufgaben besser zu erfüllen, mehr Menschen zu erreichen und neue Projekte anzugehen. Das Gesamtfinanzierungsvolumen belief sich auf EUR 40 Mio und umfasste Betriebsmittelkredite zum Ausgleich von Finanzierungslücken bis zur Auszahlung von Subventionen oder Förderungen, Überbrückungskredite zur Vor- oder Kofinanzierung von Projekten auf EU- oder Länderebene und Investitionskredite für den Ausbau von Dienstleistungen und sonstigen Tätigkeiten.

Darüber hinaus vergab good.bee Credit, die für Mikrofinanzierungen zuständige Stelle der Erste Group, Mikrokredite an 6.500 Kleinunternehmer in ländlichen und kleinstädtischen Gebieten Rumäniens. Die Tochterbank gewährte vorwiegend Bauern an die 10.000 Mikrokredite im Gesamtvolumen von mehr als EUR 70 Mio, womit 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. 70% der erfassten Kunden konnten ihr Haushaltseinkommen steigern und Mittel in das Unternehmen reinvestieren, aber auch ihre Lebensbedingungen verbessern.

„Der Mangel an Finanzbildung ist in unserer Region eines der größten Hindernisse für unternehmerisches Handeln. Deshalb liegt bei unserem Ansatz zum Social Banking der Schwerpunkt zum selben Ausmaß auf der Bildung als auch auf der Finanzierung – gemeinsam bilden sie das Herzstück unseres Social Banking Ansatzes. Wir haben schon früh erkannt, dass das Problem mit Geld allein nicht zu lösen ist. Was nötig ist, ist ein langfristiges, systematisches und gemeinsames Bekenntnis zur Investition von Zeit und Ressourcen, um die Menschen auszubilden und ihnen finanzielle Kompetenzen und das Selbstvertrauen zu vermitteln, das notwendig ist, um ihr Einkommen zu verbessern. Die heute bekannt gegebenen Ergebnisse bestärken uns in unserer Entschlossenheit, das Social Banking noch weiter auszubauen. Wir werden auch noch intensiver mit  Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um ihr Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die rund 15 Millionen Menschen in unserer Region, die zurückgelassen wurden, mehr Unterstützung benötigen“, erklärte Andreas Treichl, CEO der Erste Group.

[1] Die der Studie zugrunde liegende Wirkungskette und ihre „Theorie des Wandels“ wurden in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship (NPO&SE, www.npo.or.at) der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelt.