Gesellschaftliche Verantwortung

Schon bei unserer Gründung vor fast 200 Jahren war es eines der Ziele einen aktiven Beitrag für eine positive Entwicklung der Gesellschaft zu leisten und damit Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Um diesem Auftrag in unserem täglichen Handeln zu entsprechen, ist die dritte Frage aus unserem „Statement of Purpose“ entscheidend: „Ist es das Richtige zu tun?“.


Strategie

Unser Verständnis für Nachhaltigkeit/Sustainability entspricht der von der „UN Brundtland Kommission (1987)“ erarbeiteten Definition: „Eine nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können!“

Für die Erste Group bedeutet nachhaltiges Wirtschaften, einen Mehrwert für die Menschen, die Umwelt und die Gemeinschaften in denen wir tätig sind, zu schaffen. Konkret umgesetzt wird diese Werthaltung in den Bereichen:

Diversity“ – wir sind überzeugt, dass die Verschiedenartigkeit der Menschen (Alter, Geschlecht, kulturelle Herkunft, …) bessere und innovativere Lösungen bringt und damit auch wirtschaftlichen Erfolg.

Umwelt“ – wir leisten einen Beitrag zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen bei uns selbst und indirekt über die Finanzierungen von Kundenprojekten.

Gesellschaftliche Verantwortung“ – wir fördern und finanzieren als Bank kulturelle und soziale Aktivitäten und wir ermutigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich selbst für die Gesellschaft zu engagieren.

Schwerpunkte

Die Erste Group ist sich bewusst, dass jedes an einen Kunden verkaufte Produkt,  jede Entscheidung über eine Finanzierung, die Nutzung von Ressourcen für den Bürobetrieb eine Auswirkung auf unsere Umwelt hat. Umgesetzt wurde dieses Bewusstsein in der Umweltstrategie der Erste Group.

Unternehmen die sich für Diversität und Integration engagieren, profitieren von motivierteren MitarbeiterInnen, einem positiveren Markenimage sowie höherer Kundenzufriedenheit. Innovation und nachhaltiger Erfolg basieren auf den verschiedenartigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven der Mitarbeiter. Die Erste Group sieht Diversität als einen wichtigen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie, welcher auch bei der Auswahl und Förderung von Talenten berücksichtigt wird. Die Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit unserer Mitarbeiter spielen eine wesentliche Rolle dabei, die Bedürfnisse unserer unterschiedlichen KundInnen zu erfüllen. Im Zuge unseres Diversitätsprinzips konzentrieren wir uns auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Führungspositionen, Work-Life Balance sowie der Förderung von verschiedenen Generationen und Kulturen.

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Unter Sponsoring verstehen wir die freiwillige Förderung und Unterstützung von Institutionen, Initiativen und Projekten im Kultur-, Sozial-, und Bildungsbereich. Durch das ExtraVALUE Programm bekennt sich das Unternehmen zu seiner sozialen Verantwortung und zu den Werten, die wir für unterstützungswert erachten.

Sponsoring wie wir es verstehen, ist MEHRWERT-Sponsoring.

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Financial Life Park

Der Erste Financial Life Park, kurz das „FLiP“, ist eine weltweit einzigartige Einrichtung mit dem Ziel, die finanziellen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Eingerichtet am Erste Campus in Wien ist das FLiP ein Ort der innovativen Vermittlung von finanziellem Wissen, wo die Bedeutung der Finanzen für die persönliche Lebensplanung erlebbar wird. Damit fördert das FLiP die finanzielle Eigenverantwortung, betreibt Vorsorge gegen individuelle Überschuldung und trägt damit letztlich auch zur Armutsprävention bei. Das Angebot des FLiP ist integrativ und öffnet einen barrierefreien, mehrsprachigen Zugang zu Finanzbildung für alle Schultypen und für alle Bildungsschichten. Es ist eine unabhängige Einrichtung ohne Marketing- oder Verkaufsauftrag. Die Objektivität seiner Inhalte wird durch einen wissenschaftlichen Experten-Beirat von WU Wien, Stanford University, Österreichischer Schuldnerberatung und OECD gesichert.

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Als Institution wollen wir den Wohlstand und die Zukunft unserer Region positiv beeinflussen. Dies setzen wir in unserer täglichen Arbeit mit unseren KundInnen um, und auch über das soziale Engagement unserer Gruppe und unserer MitarbeiterInnen. Die Time Bank basiert auf der Idee, dass Geld nicht die einzige Währung ist, die man spenden kann. Persönliches Engagement und praktische Hilfe werden oft viel mehr gebraucht. Die Time Bank hat die Aufgabe unseren MitarbeiterInnen dieses soziale Engagement in der Gesellschaft einfach und unkompliziert zu ermöglichen. Seit Jahren leisten viele KollegInnen durch ihre Freiwilligentätigkeit bei unseren Partner-Organisationen sowie durch ihre Sachspenden einen wichtigen Beitrag zur Zivilgesellschaft.

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Es gibt in Österreich geschätzte 40.000 Menschen, die kein Bankkonto mehr haben. Sie sind aus verschiedenen Gründen, meist Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit, in eine soziale oder wirtschaftliche Notlage geschlittert und haben am Ende auch noch ihre Bankverbindung verloren. Die ERSTE Stiftung hat daher die Zweite Sparkasse gegründet. Sie bietet den betroffenen Menschen ein Haben-Konto ohne Überziehungsmöglichkeit an. Das ist aber nur der erste Schritt auf dem Weg in ein Leben ohne Schulden, den jeder aus eigener Kraft beschreiten muss.

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Die ERSTE Stiftung ist 2003 aus der Ersten österreichischen Spar-Casse hervorgegangen und trägt die am Gemeinwohl orientierte Gründungsidee der Sparkassen in die Gegenwart. Als österreichische Sparkassen-Privatstiftung ist sie einerseits zu gemeinnützigem Handeln verpflichtet, zugleich trägt sie aber auch eine besondere Verantwortung als Hauptaktionärin der Erste Group.

Die ERSTE Stiftung ist ein wirksamer Partner einer starken, selbstbewussten Zivilgesellschaft in Zentral- und Südosteuropa. Sie investiert einen Teil ihrer Dividende in die Stärkung der Zivilgesellschaft, die Inklusion sozial benachteiligter Gruppen und in zeitgenössische sozial engagierte Kunst.

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www.erstestiftung.org

https://www.facebook.com/ERSTEFoundation/

https://twitter.com/erstefoundation

Wesentlichkeitsanalyse

Ausgangspunkt für die nichtfinanzielle Berichterstattung ist eine Wesentlichkeitsanalyse. Unter Einbeziehung der relevanten Interessengruppen (Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Gesellschaft, Umwelt, Lieferanten ) werden jene Themen mit wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen ermittelt, die für die Erste Group wesentlich sind.

Welche Themen für welche Interessensgruppen relevant sind und wie wir diese behandeln finden Sie in der Wesentlichkeitsanalyse als Teil unseres Geschäftsberichtes zum Download:

Richtlinien

Der Code of Conduct gibt unserem Handeln Orientierung und stellt verpflichtende Regeln für den Umgang im täglichen Geschäftsleben auf.
Er beschreibt, was uns wichtig ist, und bekräftigt unser Bekenntnis, als nachhaltiges Unternehmen aufzutreten. Der Code of Conduct zeigt, dass wir bei all unseren Tätigkeiten auf Verantwortlichkeit, Respekt und Nachhaltigkeit achten müssen.

Der Code of Conduct für Lieferanten stellt sicher, dass die Grundprinzipien und Standards der Erste Group von allen Personen und Unternehmen, mit denen sie Geschäftsbeziehungen pflegt, eingehalten werden.

Unser Ziel ist es, Grundsätze für verantwortungsvolles Finanzieren in Bezug auf sozial, ökologisch und ethisch sensible Sektoren zu schaffen. Daraus folgend haben wir die folgende Richtlinie erstellt.  

Die Erste Group erfüllt die Offenlegungspflichten, die sich aus der Verordnung 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Angaben im Finanzdienstleistungssektor ergeben, indem sie die folgenden Dokumente auf ihrer Website zur Verfügung stellt:

Als eines der führenden Finanzinstitute in Zentral- und Osteuropa und mit ihrem historischen Hintergrund trägt die Erste Group eine inhärente Verantwortung für ein breiteres Spektrum an Nachhaltigkeits- und ESG-Risiken gegenüber der Gesellschaft. Die Identifizierung von ESG-Risiken wie potenzielle Umweltschäden, schwerwiegende negative soziale Folgen oder schlechte Unternehmensführung sind seit jeher ein integraler Bestandteil des Geschäfts- und Risikomanagementsystems der Erste Group. Angesichts der steigenden Dringlichkeit und des sich beschleunigenden Klimawandels wird die Erste Group die ESG-Risiken in einem ganzheitlichen Ansatz managen, eine systematische ESG-Datensammlung implementieren und ESG-Risiken in ausgeprägter Weise in das Kapitalmanagement integrieren. Die Richtlinie der Erste Group zur Definition von ESG-Risiken definiert die ESG-Risiken der Erste Group durch auf positive Auswirkungen ausgerichtete ESG-Ziele, die die Grundlage für die Ausrichtung des Geschäfts an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bilden, sowie durch die Definition von ESG-Risiken, die sich mit den negativen Auswirkungen befassen und durch Richtlinien und Verfahren identifiziert, bewertet und gemindert werden sollen.
 
Die Vergütungspolitik ist vollständig auf die ESG-Risikodefinitionspolitik der Erste Group abgestimmt. Bei der Festlegung, Genehmigung und Überwachung der Umsetzung einer Vergütungspolitik, die den in der Richtlinie 2013/36/EU und den EBA-Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik festgelegten Vergütungsgrundsätzen entspricht, zielt das Leitungsorgan darauf ab, ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu gewährleisten, das alle Risiken, einschließlich ökologischer, sozialer und Governance-Risiken, berücksichtigt. Darüber hinaus ist die variable Vergütung der designierten Vorstandsmitglieder mit den ESG-Zielen verknüpft, die auf den Grundsätzen der Nachhaltigkeitsstrategie der Erste Group basieren, und ein Teil der variablen Vergütung der designierten Vorstandsmitglieder hängt von der Erfüllung der ESG-Ziele ab.

Das Sustainable Finance Framework der Erste Group spiegelt das hohe Bewusstsein wider, welches die Bank in ihre ökologische und soziale Verantwortung in der Gesellschaft legt. Das Framework definiert in seinem Kern Projektkategorien mit ökologisch und/oder sozial Nachhaltigkeitsaspekten für welche das Geld von Anleiheemissionen verwendet wird. Eine unabhängige Second Party Opinion der ESG Ratingagentur ISS ESG attestiert dem Framework die vollständige Übereinstimmung mit aktuell vorherrschenden Marktgepflogenheiten.

Umweltthemen werden in der Kommunikation mit Stakeholdern immer wichtiger. In unserer Umwelt-, Energie- und Klima Strategie finden Sie, wie die Erste Group mit diesem wichtigen Themenbereich umgeht.

Die Erste Group sieht Diversity und Inklusion als wesentlichen Teil ihrer Geschäftsstrategie und als einen wesentlichen Punkt, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. 

Ziele/Indizes und Ratings

Diversity-Ziele

Die Erste Group strebt bis Ende 2025 einen gruppenweit 37-prozentigen Anteil von Frauen in Top-Management-Positionen an.

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Umwelt-Ziele

2012 wurden erstmals Reduktionsziele für Ende 2016 für den Energie- und Papierverbrauch sowie den CO2-Ausstoß auf Konzernebene festgelegt und weitgehend erreicht oder übererfüllt. Im Jahre 2021 werden neue ökologische Konzernziele festgelegt, um unsere Verantwortung für die Vermeidung des Klimawandels zu entsprechen.

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Ratings

Die Erste Group Bank AG ist seit Juni 2018 Teil des Euronext Vigeo Index Eurozone 120.
Dieser Index enthält Unternehmen, die die fortschrittlichsten Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistungen erbringen. Die Indexkomponenten werden alle 6 Monate im Dezember und Juni  überprüft.

http://www.vigeo-eiris.com/

https://www.euronext.com/en

Erste Group Bank AG ist Mitglied bei VÖNIX seit 2008.

http://www.voenix.at

FTSE Russell (der Markenname von FTSE International Limited und Frank Russell Company) bestätigt, dass die Erste Group Bank AG gemäß den FTSE4Good-Kriterien unabhängig bewertet wurde und die Anforderungen erfüllt hat, ein Bestandteil der FTSE4Good Index Series zu werden. Die FTSE4Good Indexreihe wurde vom globalen Indexanbieter FTSE Russell entwickelt und dient zur Messung der Performance von Unternehmen, die starke ESG-Praktiken (Environmental, Social and Governance) aufweisen. Die FTSE4Good-Indizes werden von einer Vielzahl von Marktteilnehmern verwendet, um verantwortungsvolle Anlagefonds und andere Produkte zu erstellen und zu bewerten.

Die Erste Group Bank ist Bestandteil der FTSE4Good Index Series seit 2016.

http://www.ftse.com/products/indices/FTSE4Good

Die Erste Group Bank AG hat seit 2018 nach ISS ESG Corporate Ratings den Prime Status.

Die deutsche Nachhaltigkeitsagentur imug hat die Rating der Erste Group Bank AG Anfang 2019 von „neutral“ auf „positiv“ angehoben. Öffentliche  Pfandbriefe werden sogar mit „sehr positiv“ geratet.

Die  Erste Group Bank AG erhielt nach MSCI ESG Rating die Note AA (auf einer Skala von AAA-CCC).

The use by Erste Group Bank AG of any MSCI ESG Research LLC or its affiliates (“MSCI”) data, and the use of MSCI logos, trademarks, service marks or index names herein, do not constitute a sponsorship, endorsement, recommendation, or promotion of Erste Group Bank AG by MSCI. MSCI services and data are the property of MSCI or its information providers, and are provided ‘as-is’ and without warranty. MSCI names and logos are trademarks or service marks of MSCI.

Im Februar 2021 befand Sustainalytics, ein führendes ESG-Forschungs-, Rating- und Datenunternehmen, dass die Erste Group ein niedriges Risiko trägt, wesentliche finanzielle Belastungen von ESG-Faktoren zu erleiden.

Steuerpolitik und Antikorruption

Steuern

Als einer der führenden Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa haben wir eine größere Verantwortung – auch im Umgang mit Staat und Steuerbehör­den. Daher verpflichten wir uns, keine aggressi­ven Steuerpraktiken zu wählen und keine Steuervermeidungsmodelle von Dritten zu unter­stützen.  Im „Group Tax Code of Conduct“ werden diese Grundprinzi­pien festge­schrie­ben.

Die Erste Group ist ein verantwortungsbewusster Steuerzahler, der in Übereinstimmung mit den lokalen Gesetzen und den international anerkannten Grundsätzen in jedem Land die jeweils fälligen Steuern bezahlt. Weitere Informationen finden Sie in unserem Tax Code of Conduct.

Hier finden Sie eine Übersicht über die für das Jahr 2020 angefallenen Steuern vom Einkommen und Ertrag der Erste Group in den verschiedenen Ländern in Tausend EUR:

  Quelle: Geschäftsbericht 2020

Anti Korruption

Die Erste Group unternimmt vielfältige Anstrengungen, um Korruption und Interessenkonflikte zu vermeiden. Das reicht von diversen verpflichtenden und freiwilligen Schulungsmaßnahmen der Mitarbeiter über Risk Assessments bei Outsourcing Aktivitäten bis hin zum Setzen von proaktiven Maßnahmen, um Interessenkonflikte und Korruption zu erkennen und zu vermeiden.

Der Kampf gegen Korruption ist eine logische Folge unseres Code of Conduct, in dem wir uns verpflichten, alle rechtlichen Regelungen und Rahmenbedingungen einzuhalten. Seit 2014 betreibt Erste Group das Hinweisgebersystem „Erste Integrity“, in das anonym Wirtschaftsstrafsachen und Verstöße gegen das Bankenaufsichtsrecht gemeldet werden können. Äußeres Zeichen unseres Engagements ist auch unsere Mitgliedschaft bei „Transparency International", bei der unser Aufsichtsratsvorsitzender DI. Mag. Rödler im Austrian Chapter im Vorstand tätig ist.

Berichte